Archiv für den Monat: Dezember 2013

Silvesterangst – Ursachen, Management und Behandlungsmöglichkeiten

Viele Hunde haben an Silvester Angst aufgrund der lauten Geräusche und ungewohnten Lichteffekte. Schon Stunden vor dem eigentlichen Feuerwerk werden häufig Raketen abgeschossen, die die Tiere verschrecken und die Angst schüren. Die Tiere können panisch flüchten, sich verkriechen oder starke Stresssymptome wie Hecheln, Umherlaufen, Bellen oder Zittern zeigen.
Es gibt eine Reihe von Maßnahmen die man unternehmen kann, um den Start ins neue Jahr für alle Beteiligten entspannter zu gestalten.

1. Rückzugsorte schaffen

Rückzug

Ein gemütlicher Rückzugsort kann dem Tier helfen, sich sicher vor Böllern und Co. zu fühlen

Zu Hause sollte es einen sicheren Rückzugsort geben, den der Hund kennt und gerne aufsucht. Er sollte leicht zugänglich und wenn möglich etwas abgeschottet sein. Hunde mögen höhlenartige Orte, die Ihnen Schutz bieten.
Alle Fenster und Türen sollten verschlossen und im Idealfall die Rollläden herunter gelassen werden.
Man kann den Fernseher oder das Radio laufen lassen, um im Haus ein vertrautes Grundgeräusch zu haben.
Ist der Hund ruhig und sucht er von selbst seinen Platz auf, kann er dafür immer bestätigt und gelobt werden.

2. Kein Mitleid!

Ganz wesentlich ist außerdem die eigene Reaktion. Ängstliche Tiere sollten nie bemitleidet werden. Diese gut gemeinte Zuwendung versteht das Tier als Bestätigung für sein Verhalten. Somit wird die Angst durch das Beruhigen nur noch verstärkt. Man sollte das Tier ignorieren und sich selbst möglichst entspannt geben. Je souveräner die Bezugsperson mit der Situation umgeht, desto besser kann der Hund sich daran orientieren.

3. Ablenkung

ablenkung

Ein aufregendes Spiel kann ablenken und gleichzeitig ermüden und somit weniger empfindlich für andere Geräuschquellen machen

Als Alternative kann versucht werden, attraktives Futter anzubieten, leichte Gehorsamsübungen zu machen oder dem Hund Denksportaufgaben zu stellen, um die Konzentration auf etwas Anderes zu lenken. Viel Belohnung im Training ist in dieser schwierigen Situation natürlich wichtig und die gestellten Aufgaben sollten nicht zu anspruchsvoll sein und auf keinen Fall zu Frustration führen.

4. Pharmazeutischer Eingriffe nur unter Absprache!

Bei starken Angstzuständen können Psychopharmaka vom Tierarzt gegeben werden. Wichtig ist mit dem Arzt gemeinsam zu entscheiden, welches Medikament in welcher Dosierung sinnvoll ist. Mit der Medikamentengabe sollte unbedingt zwei bis drei Tage vor Silvester bereits begonnen werden. Die Tiere können durch die Medikamente sehr schlapp sein und einen schwankenden Gang oder Wesensveränderungen zeigen. Solche Tiere sollten unter keinen Umständen unbeaufsichtigt sein.

pharma

Medikamente sollten stets nur auf tierärztliche Anordnung gegeben werden

5. Auch homöopathische Behandlungen sind möglich

Es stehen außerdem auch pflanzliche oder homöopathische Medikamente, sowie Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz gegen Ängste zur Verfügung. Die Wirksamkeit ist sehr individuell und die Verwendung sollte auch hier mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Hierbei muss frühzeitig mit dem Einsatz begonnen werden (mindestens 14 Tage im Voraus).
Pheromone, als Stecker für die Steckdose, Spray oder Halsband, können eine angenehme Umgebungssituation schaffen und die Entspannung hierdurch fördern.

6. Ohrstöpsel können eine gute Maßnahme sein

Es sind auch Ohrstöpsel für Hunde auf dem Markt. Diese sollten nur mit fachlicher Anleitung eingesetzt werden.

angeleint

Auch ein gut erzogener Hund kann einfach vor Schreck weglaufen. Zu Silvester gilt daher: Leinenpflicht!

7. Hunde sollten in gewohnter Umgebung und angeleint spazieren geführt werden

Panische Tiere reagieren oft anders als erwartet. Auch der besterzogenste Hund kann in einer Angstsituation davon laufen. Dies kann sehr gefährlich werden, da die Tiere kaum Rücksicht auf die Umgebung nehmen, kopflos davon laufen und hierdurch schneller Unfälle provozieren.
Die Spaziergänge sollten bei geräuschempfindlichen Hunden in den Tagen um Silvester eher kurz und ohne Freigang ablaufen. Man sollte nur in der gewohnten Umgebung mit dem Hund spazieren gehen oder sehr abgelegene Orte aufsuchen. Am besten ist das Tragen eines Sicherheitsgeschirrs, damit die Tiere nicht aus Panik heraus schlüpfen und davon laufen können.

8. Geräuschtherapie

Für eine dauerhafte Problemlösung ist eine Verhaltenstherapie gegen Geräuschangst sinnvoll. Hierbei wird ein konkreter Therapieplan aufgestellt und individuelle Arbeitsschritte (Geräuschdesensibilisierung etc.) erfolgen. Die Therapie nimmt meist Wochen bis Monate in Anspruch und sollte weit vor Silvester begonnen werden.

Eine Kurz-Info zur Autorin dieses Beitrags:Sita Meinzer Gastautor
Dr. Sita Meinzer ist seit April 2010 Tierärztin im Kleintierzentrum in Erdweg. Sie hat im Juli 2012 über die Therapie von aggressiven Hunden promoviert und macht zur Zeit ihren Fachtierarzt für die Innere Medizin der Kleintiere. Im Kleintierzentrum betreut sie neben der tierärztlichen Tätigkeit den Tierfriseur und führt Verhaltenstherapien durch. Ihre Freizeit widmet sie ihren Tieren.
Am liebsten ist sie mit ihrem Pferd und ihren Hunden in der Natur unterwegs und macht Dog Dance und Mantrailing. Außerdem besucht sie mit ihren Hunden behinderte und alte Menschen als Mitglied der Streichelbande.

Wir wünschen schöne Feiertage und freuen uns mit Mülle über sein neues zu Hause!

Zum 4. Advent stellen wir Euch die Erfolgsgeschichte von Mulle aus unserem Partnertierheim Koblenz vor. Mülle wünscht Euch ein schönes Weihnachtsfest und viele erfolgreiche Vermittlungen für 2014!

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Liebes Tierheim – Team,

heute sind es 4 Monate seitdem ich nach Güls gezogen bin und man glaubt es kaum: dieses Jahr bin ich der Weihnachtmann. Ich habe gar nicht gewusst, wie viele gute Hundemenschen und auch Hundehunde auf diesem Planeten zu finden sind. Mit den meisten kann man unglaublich gut spielen und kuscheln. Das Einzige, was mich manchmal nervt, sind die Hundemenschen, die mich so hübsch finden und mich auf den Arm nehmen wollen. Obwohl ich mich ja nicht anfassen ließ, kann ich damit auch leben, weil meine Menschen es nicht gerne sehen, wenn ich diesen Aufdringlichen die Nase abbeiße.

Mülle 2

Also, um es kurz zu machen, der Gülser Weihnachtsmann schickt euch die besten Wünsche und bedankt sich für die gute Arbeit und die verantwortungsvolle Suche nach den richtigen Menschen für suchende Tiere. Anbei ein paar Bilder aus meinem jetzigen Leben mit meinen neuen Menschen.

Mülle 3

Eine Hundeschnauze küsst euch
Mülle

Eine Kurz-Info zum Tierheim Koblenz:

Das Tierheim Koblenz ist an Extravaganz kaum zu überbieten, wenn es darum geht Tieren zu helfen. In einem Charityprojekt zum Beispiel hat ein Künstler vor der Koblenzer Kastor Kirche das 3D-Bild „Arche für Koblenz“ geschaffen. Der Neubau des Tierheims Koblenz als Abbild rückt so direkt und … mehr

Katzengerechte Wohnungseinrichtung

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Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, eine oder mehrere Katzen zu adoptieren, sollte vor allem Ihre Wohnung katzengerecht eingerichtet sein. Bitte machen Sie keinen Freigänger oder Jungtiere zur Wohnungskatze, diese Tiere leiden sehr häufig unter dem Freiheitsentzug. Es gibt in den Tierheimen aber auch viele Wohnungskatzen, die es nicht anders kennen und in einer Wohnung sehr glücklich sein können, wenn denn die Einrichtung stimmt.

Katzengerechte Toiletten

Viele Katzen hätten gerne 2 Toiletten, wenn sie diese nicht bekommen, werden sie gerne unsauber. Daher gilt als Regel für die Toiletten, immer eine mehr als Katzen im Haus sind. Ist das Tier mit einer Toilette zufrieden, ist das natürlich auch ok. Achten Sie bei der Einstreu darauf, dass sie chemiefrei ist und keine Duftstoffe enthält. Ich empfehle gerne klumpende Holzstreu. Nicht jede Katze akzeptiert jede Streu, vielleicht müssen Sie hier ein bisschen ausprobieren.

Schlafplätze für den Stubentiger

Natürlich brauchen Katzen auch kuschelige Schlafplätze. Katzenbettchen sind sehr beliebt, und jedes Tier sollte mehrere zur Verfügung haben, an verschiedenen Stellen in der Wohnung. Bei mir ist je eines auf dem Bett, auf dem Sofa, auf dem Schreibtisch, auf der Fensterbank und eines auf dem Schrank. So kann meine Katze jederzeit bequem dort liegen, wo sie möchte und vor allem immer in meiner Nähe. Wichtig bei den Katzenbettchen ist, dass Sie auf Qualität achten. Die meisten handelsüblichen Bettchen enthalten viele Chemikalien, die die Tiere krank machen können. Bei mir können Sie Katzenbettchen (auch für Hunde) und Höhlen nach Wunsch bestellen. Ich fertige alle Größen und Formen aus Baumwolle oder Kunstfell an. Farben und Formen kann ich jederzeit an Ihre Wohnungseinrichtung anpassen. Zudem arbeite ich mit einer reinen Ökotex Füllung, ohne Schadstoffe. Alle meine Bettchen und Decken sind in der Maschine waschbar.
Mehr Informationen hierzu erhalten Sie bald auf www.luxustiger.de oder schon jetzt per E-Mail an info@luxustiger.de

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Kratzbäume

Was jede Katze braucht, ist ein Kratzbaum. Am besten sind hier deckenhohe Kratzbäume geeignet. Katzen lieben es zu klettern und hoch zu sitzen, um alles beobachten zu können. Zudem dient der Kratzbaum der Krallenpflege und zum Markieren des Reviers. Aus diesem Grund sollte der Kratzbaum am besten so positioniert sein, dass die Katze einen guten Überblick über das Zimmer hat, einen Blick aus dem Fenster und der Kratzbaum sollte auf dem „Weg der Katze“ stehen. Wenn er abseits steht, wo das Tier normal nicht entlanggeht, wird es stattdessen die Möbel und Teppiche zum Kratzen nehmen. Das ist ein normales Markierverhalten, bei dem während des Kratzens Duftstoffe aus den Pfotenballen abgegeben werden. Am besten stellen Sie noch Kratzbretter oder kleine Kratzbäume auf, damit die Katze genug Platz zum Markieren hat. Somit ersparen Sie sich zerkratze Möbel und Markierpinkeln.

Klettermöglichkeiten

Neben Kratzmöglichkeiten sollten Sie Ihrer Katze viele Klettermöglichkeiten bieten. Einfache Bretter an der Wand, Regale, Schränke etc. eignen sich hervorragend. Wichtig ist auch, dass Sie nichts auf den Regalen / Schränken haben, was die Katze verletzen könnte.
Generell sollte alles was Verletzungen mit sich bringen kann, wie zerbrechliche Deko aus Glas etc. katzensicher verstaut sein.

Rückzugsorte

Was Katzen neben Aussichtsplätzen brauchen, sind Rückzugsorte. Hier können Katzenhöhlen und vor allem Kartons das Tier richtig glücklich machen. Auch ein anderes Zimmer sollte immer offen sein, wenn die Katze sich zurückziehen und ihre Ruhe haben möchte. Wenn das Tier sich zurückzieht (und nicht akut krank ist), lassen Sie es in Ruhe. Katzen mögen es nicht wenn man nach Ihnen sucht und ihre Ruhe stört.

Spielzeug

Katzengerechte Wohnungseinrichtung

Denken Sie auch an Spielzeug. Die meisten Katzen lieben es zu spielen. Neben augenfreundlichen Laserpointern, die sie extra im Zoohandel bekommen, sind Spielangeln sehr beliebt. Sie sollten hier auch auf Qualität achten. Die meisten billigen Spielzeuge sind sehr chemiebelastet und gehen schnell kaputt. Auch können Kleinteile verschluckt werden. Dies kann unter Umständen lebensbedrohlich sein. Zudem sollte jede Katze mehrere Spielzeuge haben, die sie alleine jagen kann. Bei mir bekommen Sie handgehäkelte Spielzeuge aus Baumwolle, deren Füllung keine kleinen Fasern enthalten, die in die Atemwege gelangen können. Farben und Formen mache ich ganz nach Ihren Wünschen. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie bald auf www.luxustiger.de oder schon jetzt per E-Mail an info@luxustiger.de

Zimmerpflanzen

Bei Zimmerpflanzen sollten Sie darauf achten, dass Sie keine giftigen Pflanzen im Haus haben, denn leider neigen viele Katzen dazu einfach darauf herumzukauen, egal ob sie giftig sind oder nicht. Eine Amaryllis, ein Maiglöckchen, eine Narzisse oder auch eine Yucca, könnte Ihr geliebtes Tier das Leben kosten. Wenn Sie sich nicht sicher sind ob eine Pflanze giftig ist, können Sie mir gerne eine E-Mail an info@luxustiger.de schreiben.

Gefährliches

Zu guter Letzt sollten Sie noch alles, an dem sich das Tier verletzen oder vergiften kann, wie Putzmittel, manche Lebensmittel wie Rosinen, Schokolade etc., sicher verstauen. Verwenden Sie soweit es geht keine Ätherischen Öle; auf gar keinen Fall aber Teebaum, Lavendel und Citronella. Diese Öle sind für Katzen sehr giftig.

Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail. Info@luxustiger.de

Liebe Grüße,
Ihre Esra Kirchhof und ihr Luxustiger Liliwen

Kätzchen Maxi und Lena haben ein Zuhause gefunden!

Unsere dritte Adventsgeschichte handelt von den Päppelkindern Maxi und Lena, die nun die Feiertage schnurrend in vieel Gesellschaft verbringen. Viel Spaß beim Lesen!

Wo Platz für einen Hund und zwei Katzen ist, passen auch noch zwei weitere Katzenkinder hin, dachte sich die neue Familie von Maxi und Xena. Bereits vor einem Jahr hatten sie sich in Simba und Lia bei uns verguckt und den vorhandenen Hund damit vor vollendete Tatsachen gestellt. Irgendwie war er ja auch daran Schuld, denn während er in unserem Pflegestudio von Karl-Heinz Keller geschoren wurde, hatte die Familie Zeit, sich die Katzenwelpen anzuschauen. Bevor der Hund bis drei zählen konnte, waren zwei kleine Plagegeister eingezogen. Das war im Sommer 2012.

Xena-K.

Dann kam der Sommer 2013. The same procedure as every year – der Familienhund kam zum Scheren und wieder erregten zwei Katzenwelpen das Interesse von Familie B. Der Sohn der Familie bekniete seine Mama „bitte, eine dritte Katze passt doch noch zu uns.“ Da müssen wir erst Papa fragen, wir melden uns.
Am nächsten Tag rief Papa an und sagte, er möchte seine Familie überraschen und beide Kätzchen aufnehmen, wir dürften es aber nicht verraten, falls jemand anruft. Am Abend nach der Arbeit wurden also Maxi und Xena vom neuen Dosenöffner abgeholt und nach Hause gebracht. Der Hund staunte nicht schlecht, als erneut zwei kleine Wildfänge sein Zuhause in Beschlag nahmen, bei Mama und Sohn war die Freude riesengroß.
Xena und Maxi waren Fundtiere, die bei unserer 2. Vorsitzenden und Tierärztin, Corinna Böhmer, aufgepäppelt wurden.

Maxi mit Hund

Simba und Lia sind Nachwuchs einer verwilderten Hauskatze, die im Rahmen einer Kastrationsaktion im Sommer 2012 in einem Schrebergarten in Weiterstadt eingefangen wurden.

Simba und Lia

3 Wochen nach Einzug von Maxi und Xena erhielten wir folgenden Bericht:

„Die beiden Kleinen haben sich super eingelebt, trotz Anfangsschwierigkeiten. Maxi hatte anscheinend ein Durchfallbakterium mitgebracht und nach 2 Tagen hatten 5 Tiere Durchfall, aber alles im Griff. Weiterhin meinte Maxi, dass es einfach toll ist, außer den beiden Katzentoiletten auch unser Bett und das Bett von Sohn Oliver mit flüssigen Geschäften mehrere Tage zu erfreuen. Ist besonders schön, wenn man nachts spät ins Bett fällt und eine gewisse Feuchte spürt. Aber auch das scheint überstanden. Mittlerweile hat die Kleine die Angewohnheiten von Simba übernommen, denn wie auch für ihn ist mein Laptop ein idealer Schlafplatz. Xena, jetzt umbenannt auf Luna und ist eine kleine Hexe. Ständig am Brummeln und interessanterweise hat sie sich in Richtung von Lia entwickelt.
Mit vier Stubentigern ist hier echt richtig was los.

Maxi auf Laptop

Die nächsten Male, wenn ich zum Scheren mit unserem Hund komme, bleibe ich dann vorsichtshalber draußen bei den Pferden.“

Autorin: Ingrid Günkel

Schneeklumpen zwischen den Pfotenballen können den Winterspaß vermiesen

„Es schneit, es scheit, kommt alle aus dem Haus
Die Welt, die Welt, sieht wie gepudert aus!“.
Wenn der erste Schnee erstmal liegt, ist der Spaß für Hund und Herrchen garantiert. Viele Hunde freuen sich derart über den neuen Untergrund, dass sie minutenlang über die zugeschneiten Flächen fetzen. Hechelnd beim Herrchen angekommen, kann sich durchaus auch einmal ein Bild ergeben, das zeigt wie Schneespaß nach dem Spaß aussieht:

cockerschneemann

Schnee verklumpt besonders in langem Fell und behindert das Laufen

In längerem Fell bildet der Schnee klumpen, die bei kälteren Temperaturen auch besonders hart werden können. Ein Fall, der für den Bewegungsapparat des Hundes äußerst störend ist, sind Schnee- und/oder Eisklumpen zwischen den Pfotenballen. Auch dort wächst beim Hund nämlich gewöhnlich Fell, welches ungestutzt die Klumpenbildung fördert. Für den Vierbeiner fühlt sich das ähnlich wie ein großer Stein im Schuh an, der so beeinträchtigend werden kann, dass ein Hund sogar auf drei Beinen weiterläuft, um dem Schmerz vorzubeugen.

Überflüssiges Fell rausschneiden

Hat man einen Hund, der an Fellpflege und ganz besonders auch an das Scheren/Schneiden gewöhnt ist, kann man mit einer Schere mit abgerundeten Enden (seeehr wichtig aufgrund des hohen Verletzungspotentials!), einer guten Portion Feingefühl und Wissen selbst das Fellschneiden zwischen den Ballen übernehmen. Wer einen ängstlichen Hund besitzt oder einfach lieber eine erfahrene Hand am Werke hat, sollte sich unbedingt für einen (günstigen!) Besuch beim Tierarzt entscheiden, der die Prozedur kurz und schnell übernimmt. Was genau der Tierarzt macht oder wie man es selbst lernen kann, beschreiben wir hier kurz. Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass unbedingt eine abgerundete Schere zum Schneiden zu verwenden ist und die auf den Fotos abgebildete lediglich für eben diese Fotozwecke verwendet wurde.Geschnitten werden sollte mit so einer Schere nicht.

Eine „unbearbeitete“ Pfote könnte so aussehen (meine Hündin, die Model gestanden hat, wurde dabei erst vor wenigen Wochen schon einmal an den Pfoten gepflegt und hat daher nicht sonderlich lange Flusen rausgucken):

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Um nun die Klumpenbildung zu verhindern, schneidet man NUR das überstehende Fell weg. Die Schere wird immer flach gehalten und niemals so, dass sie in die Pfote reinpieksen könnte. (Es sollte hier wie gesagt entgegen zu dem Bild immer eine Schere mit abgerundeten Spitzen verwendet werden)

währenddessen

Am bequemsten ist es, wenn man den Hund sitzen lässt und sich wie bei einer menschlichen Maniküre jeweils eine Pfote geben lässt, die durch genügend Licht gut bearbeitet werden kann. Auf gar keinen Fall sollte im Tieferen zwischen den Pfotenballen versuchen, Fell wegzuschneiden, da dort Häute sind, die man leicht verletzen kann. Man bleibt also nur an der Oberfläche der Pfote und schneidet dort flach zur Pfote die herausragenden Fellbüschel weg. Dieses Vorgehen wiederholt man nun bei allen vier Pfoten.

fertig

Nun steht der Winterzeit nichts mehr im Wege!

Bildquelle Cockerspaniel: http://tinyurl.com/k4gscfl

Post von Kater Sam!

Auch zum 2. Advent haben wir in die Geschichte-Kiste gegriffen und berichten vom Kater Sam, der vor Kurzem noch ein zu Hause in unserem Partnertierheim Koblenz suchte:

Hallo Ihr da draußen!

Erinnert Ihr Euch noch an mich?
Ich bin’s, Euer Kater Sam.

Sam - Tierheim Koblenz aktuelles Photo - Adventsgeschichte

Jetzt wohne ich schon seit ein paar Wochen bei meiner neuen Familie und wollte mich einfach mal melden und Euch erzählen, was ich bisher so alles erlebt habe und wie es mir geht. Als ich vor 7 Wochen schon wieder in diese blöde Transportbox gepackt wurde und Auto fahren musste, fand ich das ja echt total doof.
Ich dachte ehrlich gesagt, ich muss schon wieder zu den Leuten, die mich immer pieken und mir weh tun. Das hat mir echt überhaupt nicht gefallen und ich hab mich die ganze Fahrt über bei der fremden Frau im Auto beschwert. Ich glaube, sie hatte dann Mitleid mit mir und hat mich ganz woanders hin gebracht. Als ich aus der Box raus durfte war alles auf einmal unbekannt. Alles echt groß, keine anderen Tiere aber dafür jede Menge tolle Liegeplätze und neues Spielzeug. Die irgendwie unbekannte Frau war mein neues Frauchen und bemüht sich total, mir alles recht zu machen. Ich bin dann erst mal durch die Wohnung gestromert und hab sie als gut befunden. Dann hab ich es gesehen: die große Freiheit direkt hinter den riesigen Fenstern im Wohnzimmer.

Da war es sooo riesig, da draußen. Jede Menge Bäume, Sträucher und Platz! Genau das Richtige nach der langen Zeit in der Quarantäne. Ich habe so lange gebettelt, bis ich am nächsten Tag da auch mal schauen gehen durfte. Anfangs war es ja schon ein bisschen ungewohnt. Lauter neue Gerüche und Geräusche aber toll!!! Und ich komme auch zwischendurch immer mal schauen, ob auch alle noch da sind. Außerdem kann ich auch ganz toll von draußen in die Küche und ins Schlafzimmer gucken und hab so auch immer noch alles unter Kontrolle. Wenn ich dann irgendwann genug von draußen habe und mir kalt ist, liebe ich es, bei meinem Frauchen unter die Wolldecke zu krabbeln und dann zu kuscheln und mich wieder aufzuwärmen. Herrlich!
Ich strecke Ihr dann immer meine kalten Pfötchen hin und sie streichelt sie mir warm. So gefällt mir das!

Sam - Tierheim Koblenz 1. Tag - Adventsgeschichte

Und weil ich das alles so toll finde, habe ich ganz tolle Geschenke mitgebracht, die ich ganz alleine draußen gefangen habe. Ich war echt mächtig stolz drauf, aber irgendwie fand meine neue Familie das nicht so toll. Sie haben mich zwar gelobt und sich bedankt, aber sie haben die Geschenke wieder rausgeschafft. Jetzt haben wir uns darauf geeinigt, dass ich die Geschenke draußen vor der Terrassentür liegen lasse. Damit sind dann alle zufrieden. Ach ja – und ich habe einen neuen Kumpel gefunden. Er heißt Idefix und wohnt gleich nebenan. Anfangs mussten wir zwar erst mal klären, wem welcher Bereich gehört, aber jetzt mögen wir uns. Und er hat übrigens auch einen tollen Kratzbaum und eine tolle Wohnung. Manchmal gehe ich ihn zu Hause besuchen, aber er kommt auch oft zu mir und wir spielen dann Nachlauf. Und neulich, da hab ich was ganz Neues bemerkt! Als es draußen anfing kälter zu werden, wurde auf einmal drinnen der Boden warm. Das ist ja so was von unglaublich! Da hab ich jetzt einen ganz tollen Platz gefunden, der momentan mein Lieblings-Liegeplatz ist. Im Bad auf dem weichen Teppich. Gaaaanz lang ausgestreckt. Da muss dann zwar jeder über mich drüber steigen, aber egal. Das ist so schön kuschelig und warm – da will man gar nicht wieder aufstehen!!!

Wie Ihr lest, geht es mir echt super gut. Seid bitte nicht böse, bei Euch im Tierheim war es schön, aber hier ist es noch schöner, denn ich hab endlich eine Familie! Vergesst mich nicht! Danke, dass Ihr so ein schönes neues Zuhause für mich gefunden habt!
Liebe Grüße,

Euer Sam.

Eine Kurz-Info zum Tierheim Koblenz:

Das Tierheim Koblenz ist an Extravaganz kaum zu überbieten, wenn es darum geht Tieren zu helfen. In einem Charityprojekt zum Beispiel hat ein Künstler vor der Koblenzer Kastor Kirche das 3D-Bild „Arche für Koblenz“ geschaffen. Der Neubau des Tierheims Koblenz als Abbild rückt so direkt und … mehr

Tipps für bessere Fotos von Tierheimtieren

::: Jack oder Mona?:::

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Mona

Gerade in Zeiten von Internet und Social Media haben Tierheime viele, viele Möglichkeiten neue Frauchen und Herrchen für Ihre Sorgentiere zu suchen und zu finden. Da kann ein gutes Foto viel bewirken. Und wie heißt es so schön: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte … Aber was tun, wenn bei all der Bilderflut keiner mehr das Foto wahrnimmt?

Wer hier ein bisschen Wert auf die Qualität der Fotos legt, hat ein ausgezeichnetes und durch die digitale Technik zudem kostengünstiges Werkzeug zur Hand, um das Allerbeste für die erfolgreiche Tiervermittlung herauszuholen. Selbstverständlich vermittelt ein Foto noch lange kein Tier, aber es kann einen wertvollen Beitrag leisten, um von deutlich mehr Interessenten aktiv gesehen zu werden, sodass die Vermittlungschancen steigen.

Was für Tierheime wichtig ist

Mittlerweile hatte ich schon mehrmals die Gelegenheit im Tierheim München fotografieren zu dürfen. Mein Bestreben war immer: Nur nicht auf die Tränendrüse drücken. Im Gegenteil: wir haben immer eine postive Umgebung gesucht oder geschaffen, die dem meist sehr traurigen Schicksal der Vierbeiner entgegensteht. Auch habe ich immer nur bei gutem Wetter fotografiert. Lieber zwei Tage warten und nicht noch das Tier in deprimierendes Grau einhüllen.
So war es zum Beispiel auch bei der gehandicapten Mona : Wie durch ein kleines Wunder hat die 12-Jahre alte Hundedame nach unserem Shooting ein neues und wirklich wunderbares Zuhause gefunden. 3 Jahre hatte sie bereits darauf gewartet …

Mein Tipp

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Wenn Sie ein bisschen Spaß am Fotografieren haben, dann kann ich Ihnen nur empfehlen sich mit dem Thema Tierfotografie näher zu befassen. Erstens ist es sehr, sehr spannend. Zweitens können Sie bereits nach kürzester Zeit schon deutlich bessere Resultate erzielen. Alles was Sie brauchen ist eine einigermaßen gute Kamera, eine gute Portion Begeisterungsfähigkeit und … naja, das darf natürlich nicht fehlen: Übung. Aber Sie werden sehen, es lohnt sich. Schon sehr bald sehen Sie den Unterschied. Je professioneller Ihre Bilder sind, desto größer sind auch die Vermittlungschancen Ihrer Schützlinge.

Eine Kurz-Info zur Autorin dieses Beitrags:Obwohl Petra Eckerl gelernte Kommunikationswirtin ist, hat sie früh ihre wahre Berufung entdeckt. Über einen Umzug in das weitläufige Andalusien und eine eigene kleine Pferdezucht kam auch die „tierische Liebe“ – vorerst zum Pferd . Um die eigens angebotenen Reiterferien durch Werbung, Fotos und die gestalterische Tätigkeit an der Internetseite noch professioneller in Szene zu setzen, folgten zahlreiche Fotografiekurse, u.a. bei Gabriele Boiselle und Christiane Slawik. Auf den Hund gekommen ist sie später durch ihren Vierbeiner „Pünktchen“. Seit 2012 arbeitet sie als selbstständige Tierfotografin in München. Aktuelle Bilder findet man unter www.petraeckerl.com

Die Kongo-Graupapageien Winston und Werner haben ein neues Zuhause!

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Für die langen Wintertage haben wir uns für Euch ein besonderes Schmankerl überlegt. Jeden Adventssonntag berichten wir ab jetzt über eine Erfolgsgeschichte aus einem unserer Partnertierheime. Zum ersten Advent haben wir frohe Botschaft von der Kellerranch erhalten. Im Gegensatz zu Max Nr.1 verbringen die zwei Kongo-Graupapageien Winston und Werner (jetzt George) die vorweihnachtliche Zeit nun in einem neuen, großen und artgerechten zu Hause. Die neuen Besitzer berichten quasi live aus dem Wohnzimmer:

Die beiden 1988 geborenen Kango-Graupapageien Winston und Werner wurden uns von einem anderen Tierheim zur artgerechten Unterbringung und Vermittlung am 28.11.2012 übergeben. Sie gehörten nicht zusammen, sondern wurden getrennt abgegeben. Bei uns hatte sich Winston zuerst mit einem anderen bereits bei uns lebenden Papageien angefreundet, sich aber eine ganze Weile später Werner als neuen Lebensgefährten ausgesucht. Von da an waren sie unzertrennlich, so dass wir für sie gemeinsam ein artgerechtes Zuhause suchten.
Da wir unsere Papageien nur in sehr große Volieren mit ausreichend Freiflugmöglichkeit vermitteln, hat Familie Aßmann bei sich Daheim das ideale Zuhause nach vielen Besuchen bei uns und Haltungs-/ Beratungsgesprächen mit Sascha Keller geschaffen, sodass die beiden Kango-Graupapageien bei ihrem Einzug am 28.09.2013 eine große Voliere mit artgerechter Ausstattung und täglich ausgiebigem Freiflug vorfanden.

winston-george

10 Tage nach der Vermittlung erhielten wir folgenden Bericht:
Lieber Sascha, liebe Kellerranch-Familie,
nun sind die beiden Grauen „Winston“ und „Werner“ (heißt jetzt engl. „George“) über eine Woche bei uns.
Erstaunlicherweise waren beide sehr interessiert an ihrem neuen Zuhause und recht aufgeschlossen. Schon am zweiten Tag durften die Grauen aus der Voliere raus zur ersten betreuten Flugstunde im Wintergarten. Diese waren erstmal nicht so bemüht, denn es wurde mit Bauch und Brust zur Bremslandung angesetzt.
Schon zwei Tage später kein Problem – es wird ordentlich eine Runde geflogen und auf gleicher Höhe wieder auf der Voliere aufgesetzt. Mit einer erreichten Flugrunde schienen beide richtig stolz zu sein.
Alle Sachen wurden im Wintergarten „gesichert“ und ein schöner Hochsitz oben installiert. Doch dieser wird quasi ignoriert und es wird sich gerne auf dem Boden(!) aufgehalten. Dort wird die Gegend gerne mal per Kralle erkundet oder sogar ein Tänzchen gehalten.
Finger und Arm sind für beide ein Fremdkörper. Ich nehme an, im frühen Leben gab es dazu wenig Bezug. Beide haben ganz verschiedene Charaktere. Während George ganz interessiert ist, ist Winston erst einmal vorsichtig. Allerdings klappt das Füttern mit den Fingern ganz gut. Doch im Vor- und Nachpfeifen und Quatschen (George) sind beide nicht zu toppen.
Ich denke, für die erste Woche haben sich beide schon recht gut eingelebt. Auch wir lernen täglich Neues dazu und sind positiv über unsere gemeinsame Erfahrungen überrascht.

Hiermit danke ich Dir, lieber Sascha, für die professionellen Vorinformationen und Ratschläge und wünsche Euch, dass Ihr noch weitere Papageien vermitteln könnt.
Auf eine gute Zeit.
Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Aßman

Autorin: Ingrid Günkel

Die Kellerranch

Benannt nach dem Sohn ihres Gründers bietet das Tierheim Kellerranch Obhut für rund 300 Tier pro Jahr. Das besondere an diesem Tierheim ist die Aufnahme von exotischeren Tierarten wie z.B. Ziegen, Lamas, Waschbären und Affen . Dabei können vermittelbare Tiere gegen eine geringe Schutzgebühr erworben werden, während unvermittelbare Vierbeiner wie zum Beispiel Pferde, die aufgrund einer Krankheit nicht mehr geritten werden können, ihren letzten Lebensabschnitt auf dem großzügig gehaltenen Areal verbringen dürfen. In den Ferien werden für Kinder und Jugendliche mit Ponyreiten auf der Kellerranch angeboten und sie können sich sogar in einer Jugendgruppe sozial engagieren.

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