Archiv für den Monat: Januar 2014

Ich will einen Hund!

Im Sommer 2008 begann es in mir zu nagen, ein Wunsch keimte in mir auf. Beruflich hatte ich mich verändert und ich durfte mich bei meiner täglichen Arbeit als Redakteurin mit Pferden, Katzen, Kleintieren und Hunden beschäftigen. Es gab einen Redaktionshund, den Irischen Wolfshund der Chefin, und immer mal wieder Gasthunde. Schließlich wusste ich, welcher Wunsch sich da in mir vom winzigen Samen zu einem riesigen Baum entwickelte: Ich will einen Hund!

In den folgenden Monaten und Jahren beschäftigte ich mich viel mit den unterschiedlichen Rassen, versuchte herauszufinden, welcher Hund mir gefällt und ob er zu mir passt. Schnell entwickelte ich eine große Vorliebe für Riesenschnauzer und ihre Mischlinge, Australian Shepherds und Border Collies, für die ich schon seit einem Bauernhof-Urlaub in Großbritannien in meiner Kindheit schwärmte.

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Ein Hund aus dem Tierheim

Doch immer wieder zog es mich auf die Internetseiten verschiedener Tierheime. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass das einzig Richtige zur Erfüllung meines Wunsches ein Hund aus dem Tierheim wäre. Der Prozess dauerte viele Jahre, aber schließlich stand fest: Es wird ein Hund aus dem Tierheim, denn auch da landen immer wieder Vertreter meiner liebsten Rassen.

 

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Leider wohnte ich noch in Berlin, mitten in Friedrichshain, in einer Umgebung voller Essensreste, Glasscherben und anderen unangenehmen Dingen auf dem Boden. Ein eigener Hund kam auch beruflich nicht in Frage. Ich hätte ihm nicht gerecht werden können. Deshalb entschloss ich mich dazu, in diversen Foren nach Menschen zu suchen, die eine Betreuung für ihren Vierbeiner suchten.

Es dauerte nicht lange und ich fand: Lana und ihr Frauchen. Lana war ein Boder-Collie-Schäferhund-Mix und eine ganz zauberhafte Hündin, die allerdings so ihre Macken hatte – das sollte ich in den kommenden Jahren, in denen ich sie immer wieder betreuen durfte und in denen wir sogar zusammen verreisten, lernen. Doch wir kamen prima miteinander klar, lernten uns kennen und unsere Eigenheiten zu akzeptieren oder daran zu arbeiten.

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Es kommt nicht auf die Rasse an

Durch die lange Beschäftigung mit dem Thema, durch Lana und die vielen anderen Hunde, die ich als Sitter und Gassi-Geher betreuen durfte, war aus dem Wunsch in mir inzwischen ein riesengroßer Urwaldriese geworden. Schließlich zog es meinen Freund und mich heraus aus der trubeligen City vor die Tore der Stadt ins Grüne. Und mit dem neuen Zuhause direkt am Waldrand stand fest: Hier ist das perfekte Zuhause für einen Hund.

Doch auch nach dem Umzug sollte es noch zwei Jahre dauern, bis ich mich endlich genug gerüstet fand, einen Hund bei mir Zuhause aufzunehmen. Mein Freund und ich wälzten Bücher, beschäftigten uns intensiv mit den verschiedenen Rassen und deren Eigenheiten – und kamen schließlich zu dem Schluss, nicht zuletzt auch aufgrund der Erfahrungen mit den durchweg wunderbaren Mischlingen aus meinen Sitter-Jobs: Für uns kommt es nicht auf die Rasse an, sondern auf den Hund.

>> Lest nächste Woche, wie wir unseren Traumhund im Tierheim gefunden haben!

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Anne Röhling, 32 Jahre

Online-Redakteurin, Diplom Online-Journalistin (FH)

Leidenschaftlicher Hundefan und seit 2. März 2013 stolze Besitzerin der Border-Collie-Mix-Hündin Bounty (3 Jahre).

Beim gemeinsamen Erleben stehen lange Spaziergänge, Fährtensuche, Futter-Suchspiele, Dummy-Training. Tricks, Frisbee und Agility ganz weit oben.

 

Crowdfunding- was ist das?

Seit ein paar Wochen haben wir eine sogenannte Crowdfunding Kampagne gestartet. Für diejenigen unter Euch, die noch nicht genau wissen, was das ist und wie so eine Kampagne abläuft, haben wir hier die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Eine Crowdfunding (Crowd = engl. Menschenmenge) Kampagne ist eine vor allem im Internet zu findende Finanzierungsform, die von vielen Menschen getragen wird und so die Umsetzung von verschiedensten Projekten ermöglicht. Jeder kann selbst bestimmen wie viel er welchem Unternehmen spendet.Im Austausch zu einer Geldspende kann man je nach Unternehmen z.B. Anteile erwerben oder sich an der Umsetzung unterschiedlichster sozialer Projekte durch Spenden beteiligen. Im Gegenzug erhält der Spender bei Wunsch sogenannte „Dankeschöns“, von dem Unternehmen selbst festgelegte Geschenke, die nur während der Kampagne erwerbbar sind.

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4 Gründe, warum man beim Crowdfunding mitmachen sollte

1. Geldzurückgarantie!

Beim Spenden auf einer Crowdfundingplattform gibt es bei der von uns gewählten Form eine sogenannte Fundingschwelle. Diese Menge an Mindestspenden muss erreicht werden, damit das gespendete Geld auch an das unterstützte Unternehmen ausgezahlt wird. Sollten nicht genug Spendengelder zusammenkommen, dann wird das gespendete Geld jedem Spender wieder zurücküberwiesen. Das heißt natürlich auch, dass wir vollkommen auf die Verbreitung der Idee angewiesen sind, damit genügend Interessenten von unserer Idee erfahren – denn selbst eine sehr gute Idee kann nur dann erfolgreich werden, wenn andere auch von ihr erfahren!

2. Dankeschöns – die persönlichen Geschenke

Im Unterschied zum „gewöhnlichen“ Spenden gibt es auf den meisten Crowdfunding- Plattformen die Möglichkeit, seinen Spendern etwas zurückzugeben. Diese „Dankeschöns“ gibt es exklusiv nur während der Kampagnen Zeit. Wir haben uns beispielsweise vieles einfallen lassen, um Euch ebenfalls zu danken. Für größere Beträge gibt es z.B. 2 Karten für eine exklusive Party mit unserem Botschafter Peyman oder ein ganztägiges Treffen mit ihm und zusätzlich Marcel Ostertag. Da wir jeden Beitrag würdigen, gibt es aber auch schon für weniger große Summen eine Nennung auf unserer Homepage. Schaut Euch einfach mal um

3. Gute Begründungen für die Verwendung des Geldes sind ein Muss!

Nur, wer weiß, wofür er spendet, tut es auch. Deswegen ist eine konkrete Auflistung der Vorhaben, welche mit den Spenden umgesetzt werden sollen, unumgehbar. Wir haben insgesamt 8 große Projekte im Visier – die Integration einer Spendenfunktion, damit Besucher unserer Website direkt für Ihr Tierheim spenden können und die Möglichkeit zur Übernahme von Patenschaften für ein bestimmtes Tier sind uns dabei eine Herzensangelegenheit. Was wir sonst noch vorhaben, könnt ihr Euch ebenfalls auf unserer Crowdfunding Seite ansehen

4. Ohne Spenden würden viele rein gemeinnützige Unternehmen/Projekte verschwinden!

Als gemeinnützig dürfen sich nur Unternehmen bezeichnen, die keine Gewinne erzielen. Aufgrund dessen, dass sie keinen Profit machen dürfen, sind so viele Unternehmen oder Gesellschaften wie Tierheime es beispielsweise sind, allein auf Spenden angewiesen. Denn trotz der gesetzlichen Pflicht für besitzerlose Tiere zu sorgen, kommen viele Kommunen dieser Pflicht nicht oder nicht ausreichend nach. Da viele gemeinnützige Organisationen keine verkaufbaren Produkte wie Kaffeemaschinen herstellen, sind sie einzig und allein auf die Gönnerschaft ihrer Spender angewiesen. Wir fänden es sehr schade, wenn große gesellschaftliche Aufgaben nicht übernommen werden könnten und keiner sich für sie zuständig fühlen würde.

Wie kann ich helfen?

Natürlich bringt jede Spende uns näher an die oben erwähnte Fundingschwelle. Doch auch wenn Du gerade knapp bei Kasse bist, kannst du uns einen enormen Schritt voranbringen, wenn du möglichst vielen anderen von Tierheimhelden erzählst und die Idee weiterverbreitest! Denn die Idee der Crowd ist: gemeinsam sind wir stark!

Das kleine Katzen – Ernährungs-ABC

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A
Asche / Rohasche: Keine Angst, es finden sich keine verbrannten *was auch immer* im Futter (wenigstens nicht in dem auf luxustiger.de erhältlichen, für andere Futtermittel lege ich meine Hand nicht ins Feuer.) Rohasche bezeichnet das, was beim Verbrennen übrigbleiben würde.

Aromastoffe: Auf keiner Futterpackung werden Sie das Wort Aroma finden. Aber nicht weil keine Aromen verwendet werden, sondern weil die Deklaration laut Gesetz verboten ist. Viele Futtermittel enthalten Aroma- und Lockstoffe, die die Katzen süchtig und krank machen. Außer Zucker wird nichts davon deklariert.

Antibiotika: Sie können sicher sein, dass in herkömmlichen Industriefuttern auch Antibiotika, Wachstumshormone etc. enthalten sind, da die Schlachttiere damit vollgepumpt werden. Das kann dazu führen, dass sich Ihr Tier an einem antibiotikaresistenten Bakterium infiziert. Entzündungen können unter anderem auch zum Nierenversagen führen, was für viele Tiere das Todesurteil ist.
 
B
BARF:Biologisch artgerechte Rohfütterung, Bone and Raw Food und viele andere Bezeichnungen sind im Umlauf. BARFen ist eine sehr gesunde Fütterungsmethode, die auf Rohfleischfütterung basiert. Zum Fleisch werden verschiedene Zusätze, fertig zu kaufen oder selbst zusammengestellt, gemischt. ABER: Falsch gebarft ist für das Tier mehr als nur schlecht. Die Nährstoffe werden in falschen Dosen und Mengen gegeben, was am Ende zu Fehl- oder Mangelversorgung, ernährungsbedingter Erkrankung bis hin zum Tod führen kann. Da jedes Tier einen anderen Bedarf hat, fragen Sie einen Profi. Futterpläne werden dann bedarfsgerecht erstellt. Gerne helfe ich Ihnen hier weiter.

barf

Baldrian: Siehe Catnip / Katzenminze
 
C
Calcium: Ist wichtig für die Knochen. Aber Vorsicht: Zuviel davon ist schädlich und kann unter anderem zu Blasensteinen führen.

Calcium-Phosphor Verhältnis: Sollte ca.   Ca 1,3 : Ph 1 betragen.
Catnip / Katzenminze: Etwa 50% aller Katzen lieben Catnip. Das gilt für alle Rassen und Größen; auch Löwen. Allerdings ist Katzenminze eine Droge und muss sehr sparsam dosiert werden. Etwas im Spielzeug ist ok. Bei Inappetenz in Minidosen auch. Aber die tägliche Gabe ist zu vermeiden. Die Wirkung auf die Katzen ist in etwa mit der Wirkung von THC auf den menschlichen Körper vergleichbar. Das gilt auch für Baldrian.

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D
Diätfutter: Unter Diätfutter versteht man Futter das kranken Tieren gefüttert wird.

Diätik: ist die Versorgung und Beratung von Kranken hinsichtlich einer Ernährung zur Heilung und/oder Therapie von Krankheiten.

E
Ei: Eier sind für Ihre Katze gesund. Um aber alle Nährstoffe aus dem Ei ziehen zu können geben Sie Eiweiß / Eiklar bitte nie roh. Das kann nicht verarbeitet werden. Eigelb geben Sie am besten roh. Wenn sie sich nicht sicher sind, dann nehmen Sie wachsweich gekochte Eier oder Spiegelei mit noch flüssigem Eigelb. Eigelb sollten Sie nie mit rohen Eiklar zusammen füttern. Das Eiklar enthält Avidin, welches die Aufnahme des Biotins im Eigelb verhindert. Zudem verbindet es sich auch so mit dem Biotin, dass Sie einen Biotinmangel beim Tier erzeugen können. Bei gestocktem Eiklar besteht diese Gefahr nicht, da das Avidin beim garen denaturiert wird.

F
Fett: Haben Sie keine Angst vor dem Rohfett im Futter. Ca 5% sind notwendig um Ihr Tier mit essentiellen Fettsäuren zu versorgen und den Transport fettlöslicher Vitamine sicherzustellen. Zudem sind sie gut für Augen- und Nerventätigkeit, Wachstum und Heilung. Wichtig ist: Gutes tierisches Fett! Auch pflanzliche Öle können gutes Fett liefern, wie z.B. Leinöl, Olivenöl etc.

Fisch: Fisch ist toll, enthält viele gesunde Fette und hochwertiges Eiweiß. Dumm nur, dass viele Katzen das Eiweiß roher Fische nicht verwerten. Daher den Fisch bitte garen. Vielleicht geben Sie einfach mal ein Stück in die Pfanne, mit etwas Olivenöl. Ihren Anteil bitte erst würzen wenn der Teil für die Katze auf der Seite ist. Abkühlen lassen (für die Katze) und guten Appetit. Getrockneter Fisch ist eine tolle Alternative zum Trockenfutter. Aber Vorsicht vor zu viel davon. Das kann die Nieren schädigen!

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Fütterungsempfehlung: Die Fütterungsempfehlungen, die vom Hersteller angegeben werden beziehen sich auf gesunde Tiere und richten sich nach Rasse, Geschlecht, Kastration, Aktivität und Gewicht des Tieres. Grob kann man sagen, eine Katze, gesund, ausgewachsen und normal aktiv benötigt etwa 4% ihres Körpergewichtes an Futter (nass, nicht TroFu!) am Tag. Wichtig ist, dass in dieser Menge auch alle Nähstoffe und Kalorien enthalten sind. Bei minderwertigem Futter ist das nicht so. Wenn die Fütterungsempfehlung also über den 4% liegen, haben Sie kein gutes Futter in der Hand. Ca. 200g – 250g Futter sind am Tag für eine ausgewachsene Katze normal. Natürlich immer anhängig von Gewicht, Alter, Aktivität und Gesundheit. Kitten haben einen höheren Bedarf.

G
Gewicht: Überprüfen Sie regelmäßig das Gewicht Ihres Tieres. Hierzu wiegen Sie sich, wenn sich das Tier auf den Arm nehmen lässt, oder die Transportbox mit dem Tier zusammen. Danach nochmal ohne Katze. Die Differenz ist das Gewicht des Tieres. Bei Über- oder Untergewicht passen Sie die Ration dementsprechend an. Allerdings nur bei gesunden Tieren. Sind Sie sich nicht sicher ob Ihr Tier gesund ist? Ein Blutbild beim Tierheilpraktiker oder Tierarzt hilft weiter.

Getreide: Getreide braucht eine Katze nicht. Für nix. Es ist ein billiger Füllstoff, liefert billiges Protein und mehr nicht. Allerdings kann Getreide bei Katzen schwere Allergien auslösen, beeinträchtigt den Magen- Darmtrakt negativ und sollte vermieden werden. Etwa 4% Pseudogetreide wie Reis sind ok. Reis beruhigt den Magen-Darm-Trakt, vor allem mit gekochtem Hühnchen ein Wundermittel bei Erbrechen und Durchfall. Siehe auch Kohlenhydrate, Soja, Protein.

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Homöopathie: Hat zwar nicht direkt mit der Ernährung zu tun, aber trotzdem möchte ich eines deutlich sagen: Nur weil ein Stoff als homöopathisches Arzneimittel gegeben werden darf, heißt das nicht, dass man ihn in geringen Dosen füttern kann!!! Tollkirschen sind auch in geringen Dosen tödlich, als Homöopathikum allerdings äußerst wirksam, wenn das Mittel angezeigt ist. Bitte lesen Sie keine Ratgeber zur eigenmächtigen Behandlung. Damit können Sie dem Tier wirklich schaden. Ein falsches Mittel kann viel anrichten. Lassen Sie einen Profi ran! Gerne helfe ich Ihnen auf der Suche nach einem guten THP in Ihrer Nähe.
 
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Katzenminze: Siehe Catnip / Katzenminze

Käse: Katzen lieben Käse. Es sollte aber kein Schimmelkäse, zu stark gereifter Käse oder Käse mit Kräutern, Rucola, Paprika etc. sein. Wenn Ihre Katze so wie meine dennoch auf Ziegenbrie steht, geben sie ihr einfach nur das innere, nicht stark gereifte bisschen. Gouda und Emmentaler etc. gehen problemlos. Das innere der Ziegenrolle ist meiner Mieze allerdings das Liebste! Allerdings gilt auch hier: nicht zu viel.

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Knoblauch: Es wird immer wieder gesagt Knoblauch hilft gegen Parasiten. Ich bezweifele das, denn auch in südlichen Ländern, in denen Knoblauch ein Grundnahrungsmittel darstellt, wird man von Mücken und Flöhen heimgesucht. Nun gut, wie dem auch sei, Knoblauch ist giftig und sollte Katzen und Hunden nicht gegeben werden. Auch nicht in nicht tödlichen Dosen. Giftig bleibt es auch in geringen Mengen. Das gilt im Übrigen auch für Zwiebeln und sonstige Zwiebelgewächse (Lauch, Schnittlauch, Bärlauch…). Und wenn jemand sagt, die Dosis mache das Gift: das stimmt was Homöopathika betrifft. Allerdings nicht bei direktem Verzehr. Zwar ist die tödliche Dosis von Knoblauch recht hoch, und kaum eine Katze wird so viel essen, dennoch treten auch in geringen Mengen Vergiftungen auf die den Organismus schädigen. Tollkirschen sind auch erst ab 3-4 Stück etwa für Kinder tödlich, dennoch würden Sie Ihrem Kind nicht eine einzige zu essen geben, oder? Sehen Sie, das gleiche sollte für Ihre Tiere und Giftpflanzen gelten!

Konservierungsstoffe: Viele Futtermittel enthalten chemische Konservierungsstoffe. Diese sind nicht zu akzeptieren. Natürliche Konservierungsstoffe sind zumeist in Ordnung.
Kohlenhydrate: Energielieferant für Menschen und Hunde, nicht jedoch für Katzen. Übersetzt sind Kohlenhydrate Zuckerverbindungen welche vor allem in Pflanzen vorkommen. Tierische Produkte mit Kohlenhydraten sind Milch (Milchzucker/Laktose, UNVERTRÄGLICH für die meisten erwachsenen Katzen und Hunde) und Blut (Blutzucker/Glukose).
 
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Lebensmittelqualität: Futtermittel in Lebensmittelqualität enthalten nur Zutaten, die für die menschliche Ernährung in Deutschland zugelassen sind. 

Lebensmittelherstellung, aus: Das kann übersetzt bedeuten, Schlachtabfälle die für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen sind. 

Lebensmittelherstellende Bertriebe: Diese Betriebe sind für die Herstellung von Lebensmitteln für Menschen zugelassen und dürfen somit auch nur Produkte verarbeiten, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
 
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Milch und Milchprodukte: Sind in geringem Maße, richtig eingesetzt und vor allem, die richtigen Produkte gut für Ihr Tier. Sie enthalten viel Calcium und Eiweiß. ABER: Geben Sie nie normale Milch, diese enthält Laktose, welche erwachsene Tiere nicht verarbeiten können. Laktosefreie Milch kann durch das nicht bearbeitete Eiweiß Allergien auslösen und ist nicht zu empfehlen. Laktosearme verarbeitete Milchprodukte, wie Käse oder Quark, können gegeben werden, aber nur in kleinen Mengen. Katzenmilch ist bereits bearbeitet, aber so voller Zusätze dass ich sie nicht in meiner Katze wissen möchte. Ab und zu ein bisschen Joghurt ist ok. Sollte Ihr Tier aber empfindlich mit Durchfall auf Milchprodukte reagieren, lassen sie diese lieber weg. Milch wird zudem gerne als Brechmittel bei Vergiftungen und verschluckten Teilen gegeben.

Mineralstoffe: Mengenelemente und Spurenelemente. Diese müssen im Futter sein. 

Muskelfleisch: Das bedeutet nicht, dass hier nur Skelett-Muskeln, welche wir generell als Muskeln bezeichnen gemeint sind. Quergestreifte Muskeln sind unsere Skelettmuskeln und das Herz. Glatte Muskulatur kommt z.B. an Blase, Darm, Harnleiter, Gebärmutter, Lunge und Bronchien, Blutgefäßen, Magen und Augen vor. Lassen Sie sich also nicht von der schönen Beschreibung auf der Futterdose irreführen!

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Nebenprodukte / Nebenerzeugnisse: Nicht jedes Nebenprodukt ist schlecht. Aber die meisten. Hier handelt es sich um alles außer skelettösem Muskelfleisch, das was wir im Volksmund als Muskel bezeichnen. Nebenerzeugnisse können Schlachtabfälle, Gedärme, Euter, Haut und Haare, Knochen, Bindegewebe, etc. sein, aber auch gute und wertvolle Innereien wie Leber oder Herz.
 
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Protein / Rohprotein: Katzen ziehen aus Eiweiß den Großteil Ihrer Energie, im Gegensatz zu Hunden und Menschen, die dies aus Kohlenhydraten tun. Der Rohproteingehalt eines Futters sollte mindestens 8%-12% bei Nassfutter und 25% bei Trockenfutter betragen und aus tierischem Eiweiß bestehen. Des Weiteren ist Protein wichtig zum Zellaufbau, Zellerneuerung und Wachstum. Aber Vorsicht vor pflanzlichem Protein, wie Soja oder Erbse. Das ist für Katzen schädlich! Zuviel Protein, oder schlechtes, oder falsches Eiweiß kann die Nieren irreparabel schädigen!

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Schokolade: Ist für Ihr Tier giftig und kann zum Tode führen. Schokolade enthält Theobromin. Dies kann von Katzen und Hunden nicht verstoffwechselt werden. Eine Dosis von 200mg/kg Körpergewicht ist für Katzen bereits tödlich. Eine halbe Tafel Schokolade und weniger kann somit das Ende Ihres Tieres bedeuten. Lassen Sie daher nie Schokolade oder z.B. Weihnachtsgebäck, schokoladenhaltige Brotaufstriche oder kakaohaltiges etc. achtlos liegen, wo das Tier sie klauen kann.

Schwein: Füttern Sie nie nie nie Schwein. Schweinefleisch ist sehr ungesund. Viel handelsübliches Futter enthält Schwein, dies muss aber nicht deklariert werden. Zudem kann sich der Aujeszki Virus übertragen- ein sicheres Todesurteil für Ihr Tier. Das Fleisch omnivorer Tiere sollte generell nicht gefüttert werden, es ist weder für Tiere, noch für Menschen gesund.

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Soja: Katzen können pflanzliche Proteine nicht so wie der Mensch verwerten. Sie verfügen nicht über die Enzyme die zum aufspalten der Aminosäuren benötigt werden. Auch die Zugabe dieser Enzyme ändert nichts. Magen und Darm sind für tierisches Futter ausgelegt. Die Nährstoffe werden nicht über die Schleimhäute aufgenommen und die Magensäure ist für eine pflanzliche Ernährung viel zu hoch, der Darm viel zu kurz. Katzen sind auf tierische Proteine ausgelegt. Oder haben Sie schon mal eine Katze (in freier Wildbahn bei ausreichenden Angebot an Mäusen) Sojabohnen essen sehen? Nein? Ich auch nicht. Achten Sie darauf, dass das Futter tierisches Eiweiß enthält. 
 
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Taurin: Taurin kann von Katzen nicht eigenständig synthetisiert werden, daher ist die Versorgung über das Futter sicher zu stellen. In vielen angebotenen Futtermitteln ist der Taurinbedarf der Katze gedeckt. Allerdings nicht bei allen sowie bei Rohfütterung oder Fleisch pur in Dosen. Fleisch pur wird nie ausreichend sein und in der Nährstoffzusammenstellung immer angepasst werden müssen. Außer Sie füttern Mäuse. Sollten Sie BARFen wollen, ziehen Sie einen Ernährungsberater für Tiere hinzu. Ich helfe Ihnen gerne weiter: info@luxustiger.de 

Tierversuche: Viele Hersteller machen Tierversuche, die über Akzeptanztest im Rahmen einer Probefütterung hinausgeht. In den Versuchsstätten werden hunderte von Tieren zu Tode gequält. Oftmals landen die verendeten Tiere dann im Futter. Wenn Sie sich zu diesem Thema informieren wollen, empfehle ich Ihnen: www.iamsgrausam.de, sowie das Buch Katzen würden Mäuse Kaufen von Hans-Ulrich Grimm. Die meisten handelsüblichen Marken wurden solchen Tests unterzogen; unter anderem bei Waltham.

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Vegetarisches / Veganes Katzenfutter: Tierquälerei! Siehe Soja, Protein und Wahrheit Nr 1. Sollten Sie Ihr Tier vegetarisch ernähren wollen, rate ich Ihnen zu einem Kaninchen.
 
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Zusatz, ohne: Ohne Zusatz von Zucker, Konservierungsstoffen etc. bedeutet nicht, dass keine im Futter sind, das bedeutet nur, dass sie dem Endprodukt nicht zugeführt wurden. Was allerdings in den Zutaten und Einzelkomponenten schon beigesetzt ist, weiß man nicht. Sie können davon ausgehen, dass sich diese Stoffe im Futter befinden, sonst würde Ohne Zucker/ Konservierungsstoffe etc. draufstehen. 

Zucker: Hat im Katzenfutter nichts zu suchen. Zum einen dient Zucker als Farbstoff, damit die pürierten Abfälle braun erscheinen und für den Menschen nach Fleisch aussehen (dabei ist normal gekochtes Fleisch immer recht blass), und zum anderen dient es als Sucht- und Lockmittel für die Tiere. Nutzen hat er keinen. 

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Zwiebeln: Haben im Katzenfutter genauso wenig zu suchen wie Knoblauch. Diese Gewächse sind für die Tiere giftig. Auch in geringen Dosen. Siehe Knoblauch.

Esra Kirchhof und Luxustiger Liliwen

Welchen Hund wie fotografieren

Fotos gegen Vorurteile

Kleine Hunde kläffen, Kampfhunde sind aggressiv … Auch Hunden eilen viele Vorurteile voraus. Bei Hunden aus Tierheimen kommt noch jede Menge hinzu: Da diese Tiere sehr viel Unschönes erlebt haben und mit viel Glück bei Ihnen gelandet sind, fühlt sich so manch potentieller Interessent vom Umfeld überfordert.

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Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Es ist bemerkenswert, wie diese Tiere ihr Schicksal souverän meistern. Klar, es gibt schon ein paar sehr traurige Augen und auch immer wieder sind wirklich schwierige Kandidaten dabei. Aber die meisten sind einfach ganz normale Hunde. Freundlich und dankbar. Mit kleinen Macken vielleicht, aber die haben die anderen ja auch … Und genau das gilt es bei Ihren Fotos herauszustellen!

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Was für Tierheime wichtig ist

Ein Hund ist verträumt, ein anderer besonders aufgeweckt, ein dritter möchte nur schmusen. Machen Sie sich vorab ein paar Gedanken, was Ihr „Fotomodell“ auszeichnet. Welche Eigenschaften sind besonders liebenswert, was bereitet dem Hund Freude, welche Mimik ist typisch für ihn etc. Probieren Sie genau diese Momente einzufangen.
Spielen Sie auch ein wenig mit Vorurteilen. Warum nicht einen kinderlieben Dobermann mit einem Kind fotografieren? Ein Hund verträgt sich gut mit Katzen? Dann machen Sie ein Foto von den beiden zusammen – das Bild können Sie wunderbar auch für die Vermittlung der Katze nutzen. Ihren Ideen sind da keine Grenzen gesetzt. Versuchen Sie Fotos zu schaffen, die lebendig sind – und ehrlich.

Mein Tipp

Eine Sache, die mir persönlich noch am Herzen liegt: Tierfotos mit Menschen sind äußerst aufmerksamkeitsstark. Nutzen Sie das für Ihre Zwecke und fotografieren Sie Ihre Vermittlungstiere immer wieder mal mit Zweibeinern. Nehmen Sie dazu die Pfleger oder Gassigeher, die den Tieren vertraut sind. Auch wenn Sie von den meisten Menschen erst ein „Nein, nein ich möchte nicht auf das Bild“ hören werden, Sie werden sehen, nach kurzer Zeit fühlen sich alle sichtlich wohl vor der Kamera. Und Sie haben dann die Fotos gemacht, die auf den ersten Blick Vertrauen schaffen. Und gerade das ist ja bei Ihren Tieren ganz besonders wichtig.

Eine Kurz-Info zur Autorin dieses Beitrags:

Obwohl Petra Eckerl gelernte Kommunikationswirtin ist, hat sie früh ihre wahre Berufung entdeckt. Über einen Umzug in das weitläufige Andalusien und eine eigene kleine Pferdezucht kam auch die „tierische Liebe“ – vorerst zum Pferd . Um die eigens angebotenen Reiterferien durch Werbung, Fotos und die gestalterische Tätigkeit an der Internetseite noch professioneller in Szene zu setzen, folgten zahlreiche Fotografiekurse, u.a. bei Gabriele Boiselle und Christiane Slawik. Auf den Hund gekommen ist sie später durch ihren Vierbeiner „Pünktchen“. Seit 2012 arbeitet sie als selbstständige Tierfotografin in München. Aktuelle Bilder findet man unter www.petraeckerl.com