Archiv für den Monat: April 2014

Basics für jedes Shooting

Zeit + Geduld = Beste Basis für schöne Fotos

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Im letzten Blog haben wir besprochen, dass es absolut wichtig ist auf die charakteristischen Eigenheiten Ihres Modells einzugehen und diese im Foto einzufangen. Heute möchte ich Ihnen ein bisschen etwas zum Drumherum erzählen. Denn Sie kennen es: Zeit ist Geld und an eben dieser Zeit mangelt es meist an allen Ecken und Enden. Aber ein schönes Foto „klickt“ man nicht im Vorbeigehen. Dafür muss man sich Zeit nehmen. Und ganz ehrlich: Was ist schon eine halbe Stunde, wenn Ihr Schützling dadurch nur einen Tag eher ein neues Zuhause finden kann? thh 1

Vier Tipps für ein erfolgreiches Shootings

1. Gute Atmosphäre schaffen

>> Das Allerwichtigste ist es, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und gehen Sie mit VIEL GEDULD an das Shooting. Die Vierbeiner spüren alles. Wenn ein ungeduldiger Fotograf im Terminstress eine ungute Stimmung verbreitet, hat er so gut wie keine Chance ansprechende Bilder zu bekommen. Wenn Sie Spaß an dem Shooting haben, hat es Ihr Modell auch. thh 2

2. Umgebung als Hintergrund einbauen

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>> Genauso wichtig ist die Location. Überall gibt es Kleinigkeiten, die sich optimal für den Hintergrund eignen. Ob Blumen, Bänke, Wände oder architektonische Elemente – achten Sie auf einen ruhigen Hintergrund für Ihr Foto. Das ist Gold wert!! Im nächsten Blog werden wir auf dieses Thema noch gesondert eingehen.

3. Helfer suchen!

>> Unverzichtbar für jedes Tiershooting sind fähige Helfer! Sie brauchen mindestens eine Person, die sich gut mit den Tieren auskennt, sie motivieren kann und gleichzeitig auch ein wenig Gespür für Bildmomente hat. thh 5

4. Mein Tipp

Je besser die Vorbereitung, desto besser die Fotos!! Vergessen Sie beim Shooting außerdem nicht, dass Sie kein Objekt fotografieren, sondern ein Lebewesen. Das klingt jetzt beim Lesen natürlich selbstverständlich. Aber wenn man hinter der Kamera ist, rücken viele Details in den Vordergrund, sodass man das schnell vergisst. thh 7
Binden Sie also Ihr Modell so weit wie möglich mit ein. Damit meine ich, dass Sie auf die Stimmungen und Stimmungsänderungen sofort reagieren. Dazu gehören Belohnungen, Ruhepausen, Streicheleinheiten, Motivation u.ä. Machen Sie es Ihrem Vierbeiner so schön und leicht wie möglich. Wasser sollte natürlich auch immer bereit stehen. Und wenn Sie merken, das Tier wird müde oder hat einfach keine Lust mehr, dann beenden Sie das Shooting. Wenn noch kein Foto dabei sein sollte, probieren Sie es lieber an einem anderen Tag nochmal!

Eine Kurz-Info zur Autorin dieses Beitrags:img_2457 (2)Obwohl Petra Eckerl gelernte Kommunikationswirtin ist, hat sie früh ihre wahre Berufung entdeckt. Über einen Umzug in das weitläufige Andalusien und eine eigene kleine Pferdezucht kam auch die „tierische Liebe“ – vorerst zum Pferd . Um die eigens angebotenen Reiterferien durch Werbung, Fotos und die gestalterische Tätigkeit an der Internetseite noch professioneller in Szene zu setzen, folgten zahlreiche Fotografiekurse, u.a. bei Gabriele Boiselle und Christiane Slawik. Auf den Hund gekommen ist sie später durch ihren Vierbeiner „Pünktchen“. Seit 2012 arbeitet sie als selbstständige Tierfotografin in München. Aktuelle Bilder findet man unter www.petraeckerl.com

Die Impfung beim Kaninchen- welche sind möglich, welche notwendig und welche Impfintervalle sind sinnvoll?

Nicht nur Hund und Katze, sondern auch Kaninchen sollten regelmäßig beim Tierarzt untersucht und geimpft werden.
Aber gegen welche Erkrankungen sollte man impfen?

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Myxomatose

Die Myxomatose ist eine virale Erkrankung, die durch ein Pockenvirus verursacht wird. Die Übertragung erfolgt vor allem über Stechmücken, weshalb vor allem im Sommer ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Die Infektion kann aber auch über infizierte Tiere oder kontaminiertes Futter erfolgen. Es gibt zwei Krankheitsformen bei der Myxomatose. Die ödematöse und die knotige Form. Bei der ödematösen Form haben die Tiere Nasenausfluss und die Schleimhäute im Gesichts- und Genitalbereich schwellen stark an. Hierdurch haben die Tiere Atemprobleme, Schluckbeschwerden und meist kommt es zusätzlich zu bakteriellen, eitrigen Infektionen. Oft hören die Tiere in diesem Zusammenhang auf zu fressen und magern ab oder versterben.
Bei der knotigen Form ist der Körper von Knoten übersät und die Tiere versterben meist plötzlich.
Eine Behandlung ist bei beiden Verläufen selten erfolgreich. Man kann versuchen mit Antibiotika, Paramunitätsinducern, Infusionen und Zwangsfütterung die Symptome zu lindern. Die Behandlung ist aufwendig und beim Einsatz von antiviralen Medikamenten sehr teuer. In den meisten Fällen müssen die Tiere allerdings euthanasiert werden, da sie stark leiden.
Wichtig ist daher die Prophylaxe.
Eine Myxomatoseimpfung steht zur Verfügung. Üblicherweise werden die Tiere ab einem Alter von 8 Wochen geimpft. Bei hohem Infektionsdruck ist die Erstimpfung ab der 4. Lebenswoche mit einer Wiederholungsimpfung im Alter von 8 Wochen möglich. Der Impfschutz beträgt bei Verwendung des neuesten Impfstoffes ein Jahr.
Außerdem sollte kein Grünfutter von Wiesen verfüttert werden, auf denen Wildkaninchen leben und eine Insektenbekämpfung ist sinnvoll.

RHD

Die RHD (Rabbit Hemorrhagic Disease), auch Chinaseuche genannt, wird durch ein Calicivirus hervorgerufen. Die Übertragung erfolgt durch den direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, kontaminiertes Futter oder durch Stechmücken. Als Symptome werden Apathie, Atemnot, blutiger Nasenausfluss, blutiger Urin oder Petechien (Blutflecken auf der Haut) beobachtet. In den aller meisten Fällen versterben die infizierten Tiere allerdings innerhalb kürzester Zeit und werden von den Besitzern tot aufgefunden. Dann kann die Diagnose nur durch eine Sektion erstellt werden.
Manchmal kommen mildere Verläufe mit mangelnder Aktivität oder reduzierter Futteraufnahme vor. Eine Behandlung der Krankheit ist nicht möglich. Depresse
Deshalb ist auch hier die prophylaktische Impfung wichtig und sinnvoll.
Die Tiere werden ab der fünften Lebenswoche einmal jährlich geimpft. Bei Ausstellungstieren besteht eine Impfpflicht.

Pasteurella multicida und Bordetella bronchiseptica

Gegen Pasteurella multicida und Bordetella bronchiseptica, zwei Erreger des Kaninchenschnupfenkomplexes, kann ebenfalls geimpft werden. Dies wird allerdings nur in Kaninchenzuchten empfohlen.
Kaninchenschnupfen beschreibt eine Infektionskrankheit, bei der meist mehrere Erreger beteiligt sind. Neben Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica tauchen auch Streptokokken, Staphylokokken, Mykoplasmen und verschiedene Viren auf. Die Keime kommen bei vielen klinisch gesunden Tieren vor. Oft sind zusätzliche Faktoren wie Zugluft, eine hohe Luftfeuchtigkeit, Fütterungsfehler, Parasitenbefall oder Stress (Ausstellungen, Umzug, neue Partnertiere) entscheidend. Wird das Immunsystem belastet, kommt es zur Vermehrung der Keime und zum Ausbruch der Erkrankung.

Kaninchenschnupfen

Beim Kaninchenschnupfen haben die Tiere meist weißen bis gelben Nasenausfluss und niesen. Oft sind die Pfoten mit Sekret verklebt, weil die Tiere sich ständig über die Nase wischen um sich zu putzen. Die Atemwege sind stark entzündet und es kann im weiteren Verlauf zu einer Lungenentzündung kommen. Oft entsteht eine chronische Erkrankung oder es kommt zu Rezidiven (Rückfälle mit einem erneuten Ausbruch der Erkrankung). Nur in seltenen Fällen können die Erreger komplett eliminiert werden, auch wenn über einen langen Zeitraum Medikamente gegeben werden. Neben Antibiotika sind vor allem Schleimlöser, Entzündungshemmer und Paramunitätsinducer im Einsatz. Auch ein regelmäßiges Inhalieren oder das Spülen der Nase mit einer Kochsalzlösung kann den Tieren Erleichterung verschaffen. Teilweise müssen die Tiere zwangsernährt werden, wenn sie auf Grund des starken Schnupfens nicht mehr richtig fressen. Vor allem Jungtiere, die sich früh infizieren und noch kein voll ausgebildetes Immunsystem haben, können versterben. lCIMG1718
Bei größeren Kaninchenbeständen sind strenge Quarantänemaßnahmen zu beachten, um eine Erregerverbreitung zu vermeiden. Hier sollten die Jungtiere mit vier und sechs Wochen geimpft werden und im Anschluss sollte die Wiederholungsimpfung alle 6 Monate oder bei bevorstehenden Stresssituationen erfolgen. Tragende Häsinnen sollten im ersten Trächtigkeitsdrittel geimpft werden.

Unser Ratschlag

Kaninchen sind Fluchttiere und zeigen von Natur aus kaum, wenn es ihnen schlecht geht. Daher sollte man seine Kaninchen täglich genau anschauen und auf Symptome wie Augen- oder Nasenausfluss, Durchfall oder Apathie achten. reizendes-kaninchen-5972,1600x1200,5972

Wichtig ist auch die Futteraufnahme zu kontrollieren und die Tiere regelmäßig zu wiegen. Alle halbe Jahr sollten die Kaninchen beim Tierarzt vorgestellt werden, um sie genau untersuchen zu lassen. Dann steht einem langen, glücklichen Kaninchenleben nichts im Weg.

Eine Kurz-Info zur Autorin dieses Beitrags:

Sita Meinzer Gastautor
Dr. Sita Meinzer ist seit April 2010 Tierärztin im Kleintierzentrum in Erdweg. Sie hat im Juli 2012 über die Therapie von aggressiven Hunden promoviert und macht zur Zeit ihren Fachtierarzt für die Innere Medizin der Kleintiere. Im Kleintierzentrum betreut sie neben der tierärztlichen Tätigkeit den Tierfriseur und führt Verhaltenstherapien durch. Ihre Freizeit widmet sie ihren Tieren.
Am liebsten ist sie mit ihrem Pferd und ihren Hunden in der Natur unterwegs und macht Dog Dance und Mantrailing. Außerdem besucht sie mit ihren Hunden behinderte und alte Menschen als Mitglied der Streichelbande.

Back in Black: die Zeckensaison ist eröffnet

Immer mildere und früher eintretende Winter führen zu einer Ausbreitung von Zeckenarten, die früher in unseren Breitengraden gar nicht zu finden waren. Schon Temperaturen von knapp unter 10° Celsius veranlassen die Blutsauger aus ihren Verstecken zu kommen. Insbesondere feuchtes Klima lockt die Zecken zu „Outdoor-Aktivitäten“. Zeckensaison ist meist von März bis Oktober, aber auch im Winter können, wenn auch sehr viel weniger, Zecken gefunden werden.

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Die Auwaldzecke

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Der Holzbock

Auch Holzbock ist der Überbringer von unerfreulichen Erregern: er überträgt FSME und Borreliose, die Lähmungen der Glieder und Gelenkentzündungen hervorruft.

Wie schützen?

Um sich gegen die Übertragung der Krankheiten und vor Zeckenbissen zu schützen gibt es vielfältige Möglichkeiten. Von Hausmittelchen bis zu im industriellen Rahmen hergestellte Medikamente sind auf dem Markt zu finden. Doch was wirkt wirklich?

                                                                                 Stiftung Warentest hat die verbreitetsten Mittel getestet. Eine Übersicht findet ihr hier

Hausmittel

Eher absehen sollte man von Hausmitteln wie Knoblauch, da es für Hunde giftig ist. Die Geister scheinen sich zwar an der Wirksamkeit von Knoblauch zu scheiden und es gibt immer wieder Fälle, bei denen die Besitzer von Verbesserungen berichten. Die Wirksamkeit konnte jedoch bislang wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.

Auch Alkohol, Nagellack, Öl oder Klebstoff sollten bei der Entfernung der Zecke keine Anwendung finden!!

Spot-on, Zeckenhalsbänder, Zeckenspray

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Einer der Testsieger in Sachen Wirksamkeit: das Spot-on von Frontline

Ernüchternd ist die Bilanz von Stiftung Warentest: „Was giftig ist, wirkt!

Spot-ons sind kleine Chemiekeulen, die in Form weniger Milliliter Flüssigkeit zwischen die Schulterblätter des Hundes aufgetragen werden. Von dort verteilen sie sich über die ganze Haut. Sie vergiften, wie fast alle Antizeckenmittel, den Parasiten aber erst NACH dem Biss.

Die wirksamsten Mittel gegen Zecken waren das Präparat des Herstellers Exspot und Frontline. Allerdings wirken die Substanzen nicht nur gegen zecken, sondern schädigen auch die Gesundheit unserer Haustiere. Die Substanzen der Wirksamkeitsgewinner Exspot und Frontline können beim Hund Juckreiz oder Haarausfall hervorrufen. Beim Menschen sind Allergien möglich. Frontline kann Haut und Augen reizen und war laut Stiftung Warentest im Laborversuch sogar krebserregend. Besonders bedenklich: der Einsatz von Spotons bei Katzen, da sie die giftigen Substanzen durch das Ablecken auch oral aufnehmen! Unbedenklichere Wirkstoffe wie sie in Antizecken-Shampoos oder Halsbändern enthalten sind, wirken leider oftmals fast gar nicht.

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Das weniger wirksame, dafür aber verträglichere Antizeckenhalsband

Als Sieger unter den Halsbändern ging das Preventic Halsband gegen Zecken hervor. Es schlägt zwar teurer zu Buche als Exspot und Frontline, ist auch etwas weniger wirksam, enthält dafür aber auch nicht die hochbedenklichen Wirkstoffe.

Unser Rat

Nach dem Spaziergang den Hund mit einem Flohkamm durchkämmen, denn zecken beißen erst nach ein paar Stunden! So hat man ein wenig Zeit der Zecken Herr zu werden und sie kriegen gar nicht erst die Gelegenheit, sich an unserem geliebten Haustier zu vergreifen.

Richtige Entsorgung

Zecken überleben lange und vieles: lebendig das Klo heruntergespült zu werden, die Mülleimerentsorgung… Richtig entsorgt wird sie, indem man sie in einer Alkohollösung abtötet und erst dann entsorgt.

Weitere Tipps

– Infektionen: Borreliose wird erst einige Stunden nach dem Zeckenbiss übertragen. Je schneller man sie also entfernt, desto geringer die Gefahr einer Ansteckung. Doch Vorsicht ist bei FSME-Viren geboten: sie werden direkt beim Biss übertragen.

– Die Zecke immer vollständig entfernen- auch den Kopf!

– Mit Zeckenzange die Zecke am Kopf packen und herausDREHEN, nicht ziehen

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– Beim Entfernen nicht auf die Zecke drücken, da sonst Erreger aus dem Zeckeninneren in die Blutlaufbahn des gebissenen Tieres gelangen!

Karten von Gefahrengebieten findet ihr hier

FSME

Bildquellen

http://media.repro-mayr.de//65/146065.jpg

http://www.derwesten.de/img/incoming/crop6665944/8578502013-cImg0273_543-w656-h240/Institut-untersucht-Vorkommen-von-Zecken-656×240.jpg

http://www.belloundmauz.de/images/product_images/popup_images/68_1.jpg

http://www.seresto.de/static/media/images/upload/zecken-entfernen.jpg

Eine Kurz-Info zum Autor dieses Beitrags:
Daniel, 34, ist seit 2009 approbierter Veterinärmediziner. Er hat an der Tierärztlichen Fakultät in München studiert und gehört zum harten Kern der Tierheimhelden. Zusammen mit den anderen Tierheimhelden hat er das Projekt ins Leben gerufen und ist seitdem immer den aktuellsten tierischen Innovationen hinterher. Seine Freizeit verbringt er gerne sportlich und zusammen mit seinen Tieren, u.a. einem Hund.

Zuhause gefunden – 4 kleine Raubtiere ziehen ein

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Am 9. November 2013 stellten wir bei Tierheimhelden unsere 4 Frettchen Hugo, Armani, Coco und Chanel vor.
Alle vier stammten aus einer Beschlagnahmung und wurden uns von einem anderen Tierheim zur artgerechten Unterbringung und Vermittlung übergeben.
Kurz darauf verliebte sich Familie Adelhardt in dieses Quartett. Doch zuerst musste ein großes Gehege gebaut werden, in dem die vier während der Abwesenheit ihrer Menschen genügend Platz haben sollten.
Nach knapp einem Monat war der Bau des Geheges so weit fortgeschritten, dass die ersten beiden (Hugo und Armani) umziehen konnten.

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Sieben Wochen später folgten Coco und Chanel.
Die neue Familie mailte uns am 7. März 2014 folgenden Bericht:

Wie Jutta schon sagte, wir sind ganz selig mit unserer Douglas-Gang. Armani, Hugo, Coco und Chanel halten uns ganz schön auf Trapp. Tagsüber sind sie ja in ihrem Käfig, aber wenn wir Zuhause sind, ist unser Wohnzimmer ihr Reich. Dort haben sie Röhren, Kuschelkörbchen, Kisten und noch andere Spielmöglichkeiten. Meine Gardinen sind auch super zum Schaukeln. Was soll’s.

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Damit sie nicht soviel naschen, geben wir ihnen jetzt immer etwas Quark. Jeden Abend stehen die vier Gewehr bei Fuß, um an den Quark zu kommen. Anschließend muss unser Teppich daran glauben. Vier Freds wischen sich den Mund ab.

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Eine Kurz-Info zum Autor dieses Beitrags:
Daniel, 34, ist seit 2009 approbierter Veterinärmediziner. Er hat an der Tierärztlichen Fakultät in München studiert und gehört zum harten Kern der Tierheimhelden. Zusammen mit den anderen Tierheimhelden hat er das Projekt ins Leben gerufen und ist seitdem immer den aktuellsten tierischen Innovationen hinterher. Seine Freizeit verbringt er gerne sportlich und zusammen mit seinen Tieren, u.a. einem Hund.

Den Haager Gericht verbietet Japan Walfang im Südpolarmeer

Ein Verbot besteht bereits seit 1986

Bereits seit 1986 schützte ein Verbot die großen Meeressäuger auf dem Papier. In einem sogenannten Moratorium wurde der kommerzielle Walfang verboten. Unter dem vorgeschobenen Einwand der Wissenschaft, wurden jedoch weiterhin hunderte Wale jährlich getötet. Seit Verbotsbeginn sollen Tierschützern zu Folge bereits 15 000 Wale gefangen worden sein. Viel zu viele, entschied nun das UN-Gericht. Die wissenschaftlichen Daten, die aus der Tötung der Säuger gewonnen wurden, stehen in keinem Verhältnis zu der Vorgehensweise. Lediglich zwei Fachartikel seien insgesamt erschienen.

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Tödliche Methoden sind nicht zeitgemäß

Geklagt hatte Australien mit der Unterstützung Neuseelands. Auch diverse Umweltschutzorganisationen erklären, dass es seit vielen Jahren wissenschaftliche Techniken gibt, bei denen kein Wal sterben müsse, sich aber dieselben Ergebnisse erzielen ließen – eine Waljagd unter dem Deckmantel der Wissenschaft ist daher alles andere als zeitgemäß.

Wenn es nach Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack ginge müsste „die japanische Walfangflotte eingemottet und das Fangschiff verschrottet werden“.

WALFANG, WAL, WALFISCH, WALE, WALFISCHE, GREENPEACE, PROTEST

Kein Grund zum Aufatmen- der Walfang könnte woanders weitergehen

Einen Freudentanz dürften Aktivisten wohl trotzdem nicht aufführen. Das vom Gericht beschlossene Verbot gilt lediglich in der Antarktis – immerhin eine der wichtigsten Nahrungsquellen von 90% der wandernden Großwale. Japan hat aber auch ein zweites, kleineres Walfangprogramm im Nordpazifik, welches nun womöglich weiter ausgebaut werden könnte, um „Forschung“ zu betreiben.

Trotzdem ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung. „Das Urteil war längst überfällig gewesen“, bestätigt auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir freuen uns über dieses starke Signal aus Den Haag, das dem sinnlosen Töten in der Antarktis – unter fadenscheinigen Gründen und Nutzung rechtlicher Lücken – nun hoffentlich auch langfristig Einhalt gebietet.“