Archiv für den Monat: Mai 2014

13 Lebensmittel, die für Hunde giftig sind

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Deswegen denken wir vielleicht, dass alles, was für uns gut ist, auch unseren vierbeinigen Freunden gut tun muss. Allein aber bei Schokolade kommen die meisten Menschen darauf, dass der hündische Magen nicht für alles vom Menschen erdachte gewappnet ist. Es gibt nichts schlimmeres, als seinen Liebling leiden zu sehen. Wir zeigen Euch, wie man die häufigsten Ernährungsirrtümer umgeht.

1. Unfertiger Hefeteig

Gerade dabei einen Kuchen zu backen und dem Hundebuddy was zum Naschen zu geben? Finger weg, denn roher, nicht ausgebackener, Hefeteig kann im Magen des Hundes weitergären! Dabei bildet die Hefe Gase, die sogar zu Rissen im Verdauungstrakt führen können!

Folgen können Erbrechen und Lethargie sein.

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CC by https://www.flickr.com/photos/johnloo/

2. Schokolade

Das wohl am häufigsten verfütterte No-go für Hunde ist Schokolade! Sie enthält den Stoff Theobromin. Je mehr Theobromin die Schokolade enthält, desto dunkler und giftiger ist sie! Ergo ist weiße Schokolade weniger giftig als dunkle Schokolade mit viel Kakaogehalt.

Folgen können Erbrechen, Lethargie, Magenschmerzen, höhere Körpertemeperatur und bei einer Überdosis auch der Tod sein.

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Kleine Ernährungskunde für Katzen

Es gibt 2 Wahrheiten was die Ernährung von Katzen angeht.

1. Katzen sind Fleischesser
2. Nichts ist so alt wie das Lieblingsfutter von gestern

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CC by https://www.flickr.com/photos/77654185@N07/

Wenn Sie Ihre Katze gesund und artgerecht füttern wollen, nehmen Sie sich etwas Zeit: Hier werden die wichtigsten Punkte erklärt, Licht ins Dunkel der Deklarationen gebracht und Mythen und Legenden die sich hartnäckig halten, aufgeräumt.

Was Sie umgehend vergessen sollten:
Informationen aus der Zoofachhandlung und vom Tierarzt. Es sei denn er ist ein Facharzt für Ernährung oder wirklich gut.

Warum?

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CC by https://www.flickr.com/photos/48282656@N00/

Nicht alle Informationen die sie dort erhalten sind falsch oder schlecht, aber am Ende will der Zoofachhandel Geld verdienen, und der Tierarzt auch. Das als so gut angepriesene Futter ist meist mit enormen Gewinnspannen versehen, die ein gutes Futter nicht aufweisen kann. Zudem stammt das Wissen der Mitarbeiter meistens von Schulungen, die von den Futtermittelherstellern gehalten wurden. Natürlich wollen auch diese ihr Futter an den Mann bringen.
Ebenso sollten Sie jegliches Futter welches in Drogerien, Supermärkten und Discountern angeboten wird sofort vergessen, sowie Futter welches in der Werbung angepriesen wird. Ich kenne nicht ein gutes Futter, das in den Medien beworben wird. Und ebenso wenige, die es im Geschäft nebenan gibt.

Wichtig zu wissen ist, dass keine Katze wie die andere isst. Was die eine mag verschmäht die andere, die eine mäkelt immer, die andere isst dankbar alles. Gemeinsam haben sie aber eines: Katzen sind Feinschmecker.

Worauf sollte man achten?

Da die Katze ihre Energie aus Protein zieht, ist es wichtig, dass das Futter einen entsprechend hohen Proteingehalt aufweist. Der Rohproteingehalt eines Futters sollte mindestens 8%-12% Nassfutter und 25% bei Trockenfutter betragen und aus tierischem Eiweiß bestehen. Pflanzliches Protein kann von Katzen nicht verarbeitet werden. Vor allem Soja wird oft in schlechten Futtern verwendet um den Proteingehalt zu erhöhen. Wenn Sie Soja im Futter haben können Sie davon ausgehen, dass auch die tierischen Inhaltsstoffe keine hohen Nährwerte aufweisen.
Insbesondere, wenn Getreide Im Futter enthalten ist, sollten Sie darauf verzichten. Ähnlich sind Zucker und Schweinefleisch Zutaten, die nicht in Katzenfutter gehören. Zucker macht Katzen süchtig. Zudem wird er als Farbstoff verwendet. Schweinefleisch ist nicht nur wegen des Aujeszky Virus inakzeptabel. Das Fleisch von omnivoren Tieren, wie Schweinen, ist durch seine Struktur und Zusammensetzung nicht gesund.

Generell sollte eine Katze mehr Nassfutter bekommen. Katzen bekommen den Großteil der benötigten Flüssigkeit über das Futter. Der Bedarf einer erwachsenen Katze liegt in etwa bei 300-400ml täglich. Nassfutter besteht etwa auch 75% aus Feuchtigkeit, Trockenfutter etwa 10%. Sorgen Sie aber in jedem Fall für ausreichend frisches Wasser.

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CC by https://www.flickr.com/photos/hotash/

Auch die Rohfütterung, das sogenannte BARF ist eine gute Möglichkeit eine Katze ausgewogen zu
ernähren, sofern die Katze es mag. Hier sollte allerdings nicht einfach darauf los gefüttert werden. Die Nährstoffe müssen ausgewogen sein. Jedes Tier hat einen individuellen Bedarf, und vor allem der Tauringehalt muss stimmen.

Wie schlau ist dein Tier?

Heute- Think outside the box!

Materialien:
ein unverschlossener Karton, eine Schere

Vorbereitung:
In eine der größeren Seite des Kartons mit der Schere einen kleinen Sehschlitz schneiden, sodass der Tierkopf aber auf keinen Fall hindurch passt.

Idee:
Der Karton wird vor dem Tier aufgestellt, sodass das Tier der größten Kartonfläche gegenüber sitzt. Der Sehschlitz ist nun also vor dem Hund. Hinter den Karton legt man – durch den Sehschlitz für das Tier sichtbar – ein Leckerli. Je nach Gehorsam darf das Tier auf Kommando suchen. Wie schnell findet Euer Liebling den Weg UM den Karton herum zum Leckerchen?

Ausführung vom Tierheimhelden-Team:

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gespanntes Starren

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„Such!“ – die Aktion geht los

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einfach drumherum gehen und Leckerli abholen!

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zwischendurch darf das Spiel auch kurzfristig umfunktioniert werdenIMG_7338und das wahre Raubtier entlarvenIMG_7344Welche Hundeteil ist das?

Eine Kurz-Info zum Autor dieses Beitrags:
Daniel, 34, ist seit 2009 approbierter Veterinärmediziner. Er hat an der Tierärztlichen Fakultät in München studiert und gehört zum harten Kern der Tierheimhelden. Zusammen mit den anderen Tierheimhelden hat er das Projekt ins Leben gerufen und ist seitdem immer den aktuellsten tierischen Innovationen hinterher. Seine Freizeit verbringt er gerne sportlich und zusammen mit seinen Tieren, u.a. einem Hund.

Eine impfkritische Betrachtung der Tollwutimpfung – über tatsächliche Schutzdauer, Wirksamkeit und Nebenwirkungen

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Tollwut ist extrem ansteckend und endet meist tödlich // CC by https://www.flickr.com/photos/chefjancris/

Die Tollwut ist eine hochinfektiöse und sehr oft tödlich verlaufende Krankheit. Für unsere Haustiere besteht die Möglichkeit, sich zu schützen und, erinnert durch den alljährlichen Tierarztbrief, impfen zu lassen. Doch wie sinnvoll ist eine Impfung heute tatsächlich noch? Wie lange hält eine einmalige Impfung und welche Nebenwirkungen hat man möglicherweise für sein Haustier zu befürchten?

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Obwohl Deutschland seit 2008 offiziell tollwutfrei ist, sind noch nicht alle Schilder entfernt
CC https://www.flickr.com/photos/library_mistress/

Die verschiedenen Gesichter der Tollwut

Tollwut ist nicht lediglich eine von einem Virus verursachte Krankheit sondern unterscheidet sich in ihren auftretenden Virustypen beträchtlich. Von F wie Fledermaustollwut, über die Fuchstollwut bis zur Hundetollwut ist alles vertreten. Eine Fuchstollwut kann aber zum Beispiel auch einen Hund infizieren. Zwischen den verschiedenen Tierarten können sich also verschiedene Tollwutarten ausbreiten. Am häufigsten wurde in unseren Breitengraden die Fuchstollwut übertragen. Dank der zahlreichen Auslegung von Impfködern konnte die Tollwutrate in Deutschland aber auf 0 gesenkt werden. Bereits seit 2008 leben wir also in einem offiziell (fuchs-)tollwutfreien Land. Die Anzahl an Fledermaustollwutsfällen beläuft sich 2012 auf 13. Der Gesetzgeber hat daher reagiert. Früher war man ordnungsgemäß mit einer jährlichen Tollwutimpfung geschützt. Mittlerweile kann man alle drei Jahre impfen lassen, wenn der Impfstoff für mehrere Jahre Schutzdauer zugelassen ist! Den größten Wirkungsgrad hat die Impfung, wenn sie zwei mal gegeben wird (Mindestabstand 3 Wochen)

Hersteller, die Impfstoffe für einen Dreijahresintervall anbieten sind:
Rabdomun, Enduracell T, Rabisin, Nobivac T.
Kombiimpfstoffe lauten: Enduracell LT, Nobivac SHP+ LT, Eurican LT

Die aktuellen Immunitätsdauer kann man auf der Webseite des Paul-Ehrlich Instituts einsehen.

Täuschung bei der Wirksamkeitsdauer

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// CC by https://www.flickr.com/photos/sharman/

Die auf Impfpräparaten angegebene Wirksamkeitsdauer ist zwar belegt, was jedoch nicht vom Gesetzgeber verlangt wird, ist eine Aussage darüber, ob der Impfschutz nicht auch viel länger hält. In der Humanmedizin sieht es hingegen ganz anders aus: bevor ein Impfstoff auf den Markt kommt, muss eingehend geprüft werden, ob nicht längere Intervalle dieselbe Wirksamkeit haben. In der Veterinärmedizin bedeuten längere Impfintervalle jedoch hohe Umsatzeinbußen. Kritische Quellen zeigen in langjährigen Studien, dass der Antikörperspiegel bei erfolgreich gegen Tollwut geimpften Hunden mindestens 7 Jahre hoch genug ist, um die Tiere zu schützen.! Ein hoher Antikörperspiegel kann nicht nur die Erkrankung, sondern auch die Infektion verhindern, da auch der Tierkörper Gedächtniszellen hat, die sich an eine zuvor eingetretene Infektion „erinnern“. („Ein hoher Antikörperspiegel allein lässt jedoch keinen eindeutigen Rückschluss auf die zelluläre Immunität zu“ (Ronald Schultz, Vortrag 2007), weswegen auch kein Mindesttiter mehr verlangt wird). Ein bestimmter Titer (Antikörperspiegel) wird übrigens nicht mehr verlangt – weder in Deutschland noch beim Reisen in der EU! Lediglich die Angaben des Impfstoffherstellers müssen beachtet werden.

Geringe Wahrscheinlichkeit der Infektion, dafür aber gravierende Folgen

Obwohl Deutschland und alle Nachbarländer mit Ausnahme Ostpolens tollwutfrei sind, können Auslandstiere eingeschleust werden oder selbst rüberwandern, die infiziert sind. Da die Krankheit bereits während der Inkubationszeit übertragen wird, kann es passieren, dass man nicht einmal merkt, wenn das „Urlaubsmitbringsel“ bereits die gefährlichen Viren in sich trägt.

CC https://www.flickr.com/photos/sharman/

Tollwut wird über den Speichel übertragen!
// CC https://www.flickr.com/photos/sharman/

Auch die Einwanderung von infiziertem Wild ist vorstellbar. Wird Tollwut diagnostiziert oder ein Kontakt zwischen infiziertem Tier und ungeimpftem (Haus-)tier festgestellt, kann das Kontakttier getötet werden. Es scheint deswegen vernünftig seinen Schützling zu impfen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Tollwutinfektion sehr gering ist.

In US Studien hat sich herauskristallisiert, dass Tiere, die trotz einer Impfung an Tollwut erkrankten, allesamt lediglich eine, statt den empfohlenen zwei Impfungen hatten. Eine zweimalige Impfung ist wahrscheinlich extrem lange wirksam, womöglich sogar lebenslang. Langzeitstudien dazu sind allerdings erst angelaufen.

Nebenwirkungen

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Haustiere können auch Nebenwirkungen nach der Impfung erleiden, die oftmals aufgrund aluminiumhaltiger Zusatzverbindungen auftreten
// CC https://www.flickr.com/photos/nottinghamvets/

Fast alle Impfstoffe enthalten zur Verstärkung der Immunreaktion auf die Impfung Zusatzstoffe, deren Bedenklichkeit mittlerweile von vielen Experten hochgehalten wird. Platz eins nimmt dabei eine Aluminiumverbindung ein. So gelten Adjuvans, wie das genannte Aluminium , als Hauptverursacher von Sarkomen bei Katzen. Katzenhalter sollten daher darauf achten, aluminiumfreie Impfstoffe zu wählen. Ebenso vorkommen können allergische Schocks (Erbrechen, Durchfall, Kopfschwellung, Atemnot), Entzündungen an der Impfstelle, die zu schweren Gewebeschäden führen ( Vaskulitis), Polyarthritis (Gelenksentzündungen) aber auch Verhaltensänderungen, wie Orientierungslosigkeit oder Anknurren von vertrauten Bezugspersonen, welche sich jedoch normalerweise wieder legen.

Quintessenz

Obwohl Deutschland offiziell tollwutfrei ist, besteht ein geringes Ansteck-Restrisiko , welches im schlimmsten Fall den Tod (oder auch Tötung!) des eigenen Haustieres zur Folge haben kann. Jedoch können die Impfstoffe und vor allem deren chemische Zugaben wie Aluminiumverbindungen zu drastischen Nebenwirkungen führen. Dem unerfahrenen Haustierbesitzer können jährliche Impfungen aufgedrückt werden, obwohl mittlerweile sogar der Gesetzgeber das Impfintervall auf 3 Jahre ausgedehnt hat. Ob das Risiko einer Infektion aufgrund fehlender Impfung oder die möglichen Nebenwirkungen die größere Gefahr darstellen, muss jeder selbst entscheiden. Häufiger als alle drei Jahre braucht jedoch niemand sein Haustier gegen Tollwut impfen zu lassen. Man kann nur hoffen, dass in Zukunft die minimale Schutzdauer der Impfstoffe entscheidend sind für das Impfintervall und keine willkürlich gesetzten Schranken diverser Tierarztorganisationen.

Eine Kurz-Info zum Autor dieses Beitrags:
Daniel, 34, ist seit 2009 approbierter Veterinärmediziner. Er hat an der Tierärztlichen Fakultät in München studiert und gehört zum harten Kern der Tierheimhelden. Zusammen mit den anderen Tierheimhelden hat er das Projekt ins Leben gerufen und ist seitdem immer den aktuellsten tierischen Innovationen hinterher. Seine Freizeit verbringt er gerne sportlich und zusammen mit seinen Tieren, u.a. einem Hund.

Wo sich Hund und Reh gute Nacht sagen

Dieser Artikel erschien zuvor in der Zeitschrift „Meine Pause“

Halb verhungert war das Rehkitz, als es zu Erika auf den Hof gebracht wurde Jagdhündin Emmi ist es zu verdanken, dass Bambi überlebt hat.

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Leichtfüßig springt Bambi über den Rasen, stupst ihre Spielgefährtin furchtlos mit der Schnauze an. Ausgelassen tollen das zierliche Reh und die kräftige Jagdhündin über die Wiese und balgen sich um eine Rosenblüte. Dass sich ihr Schützling so gut entwickelt, hätte Erika Flubacher (46) im letzten Frühjahr nicht zu hoffen gewagt: Gerade mal ein paar Tage alt war das Rehkitz, als Spaziergänger es auf den Familienhof bei Freiburg brachten. „Es war halb verhungert und bewegte sich kaum noch“, erinnert sich Erika, die Frau eines Jägers und Landwirts. Vielleicht war seine Mutter bei einem Unfall getötet worden. Oder Menschen hatten das Kitz angefasst, worauf seine Mutter es verstoßen hat. So oder so: Allein in der freien Natur hätte das arme Tier nicht überlebt. Erika sprang als Ersatz-Mama ein: „Ich hatte schon mal ein Reh aufgepäppelt und wusste, was zu tun ist. „Da Kuhmilch für Wildtiere schädlich ist, besorgte sie sich Ferkelmilchpulver. Mit einer Spritze träufelte sie dem Kitz die Flüssigkeit ins Maul – alle zwei Stunden, Tag und Nacht. Doch ganz konnte sie die Rehmutter nicht ersetzen: “ Die schleckt in der Natur den Bauch des Babys, um die Verdauung anzuregen.“ Erika versuchte es mit Massagen, ohne Erfolg. „Willst du es probieren?“, sagte sie aus Spaß zu Emmi. Und tatsäclich: Die Hündin, die kurz zuvor Junge bekommen hatte, leckte den Bauch des kleinen Findelkindes und brachte seine Verdauung in Schwung. Seitdem kümmert sich nicht nur Erika um Bambi: Emmi, deren Sprössling Aiko und Terrierhündin Ronja nahmen es in ihr Rudel auf, teilten sogar ihr Körbchen mit ihm!

Kuschelstunde: Hündin Emmi teilt sogar ihr Körbchen mit dem süßen Reh

Kuschelstunde: Hündin Emmi teilt sogar ihr Körbchen mit dem süßen Reh

Bald trank Bambi aus einem Fläschchen, nach vier Wochen gab es Haferflocken und Obst. „Heute nascht Bambi am liebsten Rosenblätter.“ Auswildern kann Erika ihr Reh nicht mehr. “ Es hat sich zu sehr an Menschen gewöhnt“, sagt sie. „Aber unser Liebling darf bei uns bleiben.“  Mittlerweile hat sie ein großes Auslaufterrain für den Vierbeiner hergerichtet und eine Kleemischung in den Rasen eingesät. „Damit Bambi nicht mehr die Geranien und die Rosen im Garten plündert“, lacht sie.

GPS-Trackingsysteme für Hunde und Katzen

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Quelle: http://www.dogs4friends.de/images/product_images/original_images/646_0.jpg

Es versetzt den liebenden Tierbesitzer in Angst und Panik: die Vorstellung, dass die freiheitsliebende Katze oder der Hund, der ab und zu doch einmal nicht hört, auf und davon sind. Mit den zwei Menschenbeinen viel zu langsam kommt man seinem Liebling einfach nicht hinterher und alles Pfeifen und Rufen überredet den beschäftigten Vierbeiner nicht zur Umkehr.

Doch dieses häufig auftretende Problem ist so einigen Menschen untergekommen. Einige von ihnen haben sich der Konzipierung von GPS Geräten für Haustiere gewidmet, damit keinem Frauchen oder Herrchen das Herz jemals wieder in die Hose rutschen muss.
Trotz der Verarbeitung in mittlerweile jedem gängigen Smartphone mutet allerdings der Preis und zum Teil auch die Klumpigkeit der aktuellsten Produkte etwas rückständig an.

Wir haben für Euch trotzdem die besten zusammengetragen und bewertet:

Platz 3 Hunde Navi

Hier gibt es zwar eine große Auswahl an verschiedenen Geräten, jedoch sind die GPS-Tracker auf sehr hohem Preisniveau für den Otto-Normal Geldbeutel.

+ große Auswahl
– sehr teuer

Platz 2 tractive

Mit dem 2. Platz zeichnen wir das Gerät „tractive“ aus. Es hat viele nützliche Gadgets wie den „ virtuellen Zaun“, der den Tierbesitzer bei Überschreitung einer vorher festgelegten Grenze (z.B. eigenes Grundstück) sofort informiert oder einschaltbare LEDs, welche das Auffinden bei Nacht erleichtern und bei angrenzenden Landstraßen auch Autofahrer warnen können.

Quelle: http://shop.tractive.com/media/catalog/product/cache/1/image/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/t/r/tractive-tracker-1_1.jpg

Quelle: http://shop.tractive.com/media/catalog/product/cache/1/image/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/t/r/tractive-tracker-1_1.jpg

Für die sozialen Nerds ist auch eine App für Android und iPhone verfügbar, mit dessen Hilfe man Tierfotos speichern, verwalten sowie auf Facebook teilen kann. Gleichzeitig ist es möglich, sich wichtige Tierarzttermine oder Besorgungen dank der App zu notieren. Ein großer Nachteil sind jedoch die monatlich anfallenden Servicegebühren zur Nutzung des Mobilfunknetzes, welche sich auf 4,99 pro Monat betragen.

+ im unteren Preissegment
+ „virtueller Zaun“
+ einschaltbare LEDs
+ verbindbar mit sozialem Medien
+ Notierung von wichtigen Tierarztterminen
– monatlich anfallende Servicegebühren
– im Ausland schlechterer Empfang möglich

Platz 1 Wo ist Lilly?

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Quelle: http://www.hunde-impressionen.de/media/image/p-lilly1.jpg

Das Produkt „Wo ist Lilly?“ konnte uns überzeugen. Es ist zwar ein wenig teurer als das tractive Modell, zwackt dafür aber auch nicht jeden Monat automatisch 5€ ab. Stattdessen kann man mit einer Prepaid Karte für günstige 9ct je Ortung den Standpunkt seines Tieres nur im Falle, dass dies auch notwendig wird, bestimmen. Läuft der Hund weg, bekommt man auch hier eine SMS mit Standort auf einer Googlemaps Karte.

+ keine monatlichen Servicegebühren
+ sonst selbe Leistungen wie „tractive“
+ funktioniert mit jeder Prepaidkarte
+ modernes, elegantes Design
– Anschaffungskosten etwas höher als bei „tractive“

Wen es vor den Preisen immer noch gruselt, kann sich auch auf amazon.de oder ebay.de nach gebrauchten oder älteren Modellen umschauen.

Eine Kurz-Info zum Autor dieses Beitrags:
Daniel, 34, ist seit 2009 approbierter Veterinärmediziner. Er hat an der Tierärztlichen Fakultät in München studiert und gehört zum harten Kern der Tierheimhelden. Zusammen mit den anderen Tierheimhelden hat er das Projekt ins Leben gerufen und ist seitdem immer den aktuellsten tierischen Innovationen hinterher. Seine Freizeit verbringt er gerne sportlich und zusammen mit seinen Tieren, u.a. einem Hund.