Archiv für den Monat: September 2014

Buchempfehlung: Viviane Thebys „Hunde-Uni“

Pfote geben kann dein Hund schon lange und spätestens nach der dritten Rolle langweilt sich dein felliger Freund? Dann empfehlen wir das Buch Hunde-Uni: Schlaue Aufgaben für schlaue Hunde von der langjährigen Trainerin Viviana Theby.

Mit umfassenden Fotoanleitungen und vielen Grundlagenhinweisen wird in der Hunde-Uni auf die jeweiligen Zielübungen hingearbeitet. Bevor man sich durch die Hinweise und Übungen von diesem Buch arbeitet, sollte man allerdings mit den Methoden der positiven Verstärkung vertraut sein. Wenn der Klicker aber kein Fremdwort ist, kann es direkt losgehen. Es ist mitunter erstaunlich, welch‘ komplexe und scheinbar schwierige kognitive Aufgaben fast jeder Hund in der Lage ist, zu lösen. „Zeig das Größte“ oder „Mach mich nach“ offenbaren, dass der wahre Schwerpunkt im Training der Trainer und nicht der Hund ist. Damit ihr Euch selbst ein Bild machen könnt, haben wir das Inhaltsverzeichnis angehängt.

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Für die strebsamen unter den Hundehaltern besteht auch die Möglichkeit, das „Schlauer Hund“- Diplom in der Hunde-Uni zu erwerben. Dafür kann man sich eine digitale Vorlage eines Trainingstagebuchs zum Festhalten des Fortschritts herunterladen.

Ein Leser schreibt: „Verbesserungen von Belohung und Ausführzeit bei Befehlen, komplexe Befehlsketten bis zum Nachstellen eines wissenschaftliches Versuches werden aufgezeigt. Zudem ist die Autorin auf einer der letzten Seite mit Anschrift und Telefonummer!!! angegeben. Sie bittet in Ihrem Buch um Rückmeldungen insbesondere über diesen Versuch. Auch einen eingerichteten Chatroom gibt es. Das Buch ist mit großer Begeisterung und Leidenschaft geschrieben. Aha-Effekte inklusive. Nachvollziehbare Übungen, allgemeine Erklärungen (man muß keine Hundeprofi sein!), wissenschaftlich Erklärungen, samt Trainingsaufbau und Plan, runden das Buch zu einem neuen „Muß“, auch für begeisterte Nichtprofis, ab. Es gibt viele neue Herausforderungen um den Hund bei Laune zu halten und bereits beigebrachte Übungen professionel zu verbessern.“

Trotz internationalen Verbots geht Japan wieder auf Walfang

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So schön könnte die Walwelt sein, wenn der Walfang nicht wär‘. CC by https://www.flickr.com/photos/slobirdr/9660851285/

Obwohl der Internationale Strafgerichtshof erst kürzlich den Walfang in der Antarktis verboten hat, zieht jetzt die erste Flotte vor Japans Küste wieder aus, um die Jagd auf Wale zu eröffnen.

Eine Flotte aus vier Schiffen verließ die Hauptinsel Hokkaido, um vor der Küste Wale zu jagen. Denn im Gegensatz zum vom Gerichtshof beschlossenen Verbot unterliegt die Küstennähe nicht dem Walfangverbot, welches in der Antarktis gilt.

In der Klage im März diesen Jahres bezeichnete der Gerichtshof den Walfang Japans als illegal. Zu viele Tiere werden getötet und zu wenig wissenschaftliche Ergebnisse erzielt. Obwohl der kommerzielle Walfang bereits seit 1986 verboten ist, deutet alles darauf hin, dass Japan nicht nur vor hat, vor seinen Küstenzu jagen, sondern seine Fanggebiete wieder zurück auf die Antarktis auszuweiten, indem sie den wissenschaftlichen Gehalt ihrer Arbeiten erhöhen. Zuvorderst geht es bei diesen wissenschaftlichen Arbeiten um Untersuchungen des Mageninhalts, dank dem angeblich der Einfluss der Wale auf die Küstenfischerei herausgefunden werden soll.

Von Tierschutz bis BARFen – Diese Apps und Webangebote helfen Ihnen und Ihren Haustieren!

Apps gibt es mittlerweile für die kuriosesten Zwecke. Vor kurzem machte die App „Yo“ Schlagzeilen, deren einziger Zweck es ist, sich gegenseitig das Wort „Yo“ zuzusenden. Immerhin brachte dieser „Geistesblitz“ dem Entwickler eine Finanzierung von einer Million US-Dollar ein und katapultierte die App, die mittlerweile über eine Million User hat, zwischenzeitlich auf Rang 5 der beliebtesten Apps im US App Store. Da verblüfft es schon weit weniger, dass es auch ein breites Angebot an kleinen Helfern und Spielereien zum Thema Haustiere gibt. Wir möchten Euch gemeinsam mit der PC Hilfe Expertiger heute und in Zukunft spannende Webangebote und Apps zum Thema Tierschutz, Tierhaltung und Tiergesundheit vorstellen:

So schützen und unterstützen Sie Ihre Lieblinge

Dass der Deutsche Tierschutzbund wichtig und fördernswert ist, muss hier nicht extra erwähnt werden. Das breite Informationsangebot auf der Homepage www.tierschutzbund.de dagegen schon. Der Leser kann sich zu aktuellen Aktionen, beliebten Themen wie „Urlaub mit Haustier“, „Vegetarische Ernährung“ und auch Problemen, wie Tierhandel und Tierdiebstahl informieren und bekommt häufige Fragen beantwortet.

Das Angebot beinhaltet jedoch nicht nur Informationen zu heimischen Tierarten und lokalen Institutionen; auch internationale Kampagnen, wie zum Beispiel der Artenschutz bei Walen und Robben oder die Straßentierprojekte in der Ukraine werden vorgestellt. Zusätzlich bietet sich stets auch die Möglichkeit der Unterstützung und Teilnahme an den einzelnen Aktionen im In- und Ausland. Somit ist die Website des Deutschen Tierschutzbundes e.V. immer eine gute erste Anlaufstelle für Information und Engagement rund um seriösen Tierschutz.

Eine weitere Möglichkeit, den Tierschutz effektiv zu unterstützen, bietet die App Vier Pfoten, die sowohl für iOS, als auch Android konzipiert ist. 1

Der Nutzer erfährt immer sofort von neuen Aktionen und kann sich auch im Alltag engagieren. So können zum Beispiel während des Einkaufens einzelne Lebensmittel gescannt werden, für die Tiere ausgebeutet wurden und so gezielt gemieden werden. Auch hilft die App beim „pelzfreien“ shoppen, denn der User kann mobil eine Liste mit Unternehmen aufrufen, die sich zusammengeschlossen haben und gemeinsam auf Pelz verzichten, darunter beispielweise H&M und s.Oliver.

 

 

Erste Hilfe – für Haustiere!
Für viele ist der Erste-Hilfe Kurs für Menschen leider nur noch eine blasse Erinnerung. Noch weniger wissen die meisten vermutlich über Erste Hilfe beim Hund Bescheid. Genau hierfür schafft folgende App Abhilfe: Die iOS App Erste Hilfe für Hunde kostet 2,69 € (iPad-User benutzen diesen Link), bietet dafür konkrete und genaue Anweisungen, was im Ernstfall zu tun und zu lassen ist, und kann somit tatsächlich das Leben eines Hundes retten. erste hilfe

Die beschriebenen Notfälle reichen von Knochenbrüchen über Epilepsie bis hin zum Herzstillstand und die dazugehörigen Anleitungen wurden in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt erstellt. Außerdem hilft die App eben einen solchen Experten schnell und problemlos in nächster Nähe zum Unfallort zu finden und bietet auch Notfallvokabular in vier verschiedenen Sprachen an – so ist also auch weit abseits der heimischen vier Wände für die Sicherheit des Hundes gesorgt.

erste hilfeUnd wenn es eine Erste-Hilfe App für Hunde gibt, gibt es diese natürlich auch für Katzen. Die iOS App Erste Hilfe für Katzen kostet ebenfalls 2,69 Euro (iPad-User benutzen diesen Link). Sie ist ähnlich wie die Hunde App aufgebaut und informiert den Katzenbesitzer über Notfallszenarien und Maßnahmen sowie Krankheiten. Weiter erhält der Katzenbesitzer nützliche Tipps und Tricks, die dabei helfen die Katze bis zur Vorstellung beim Tierarzt bestmöglich zu versorgen.

 

 

BARF – Ernährungsplanbarf
Wer für sein Tier das BARFen (füttern von rohem Fleisch, Gemüse und Knochen) entdeckt hat, kann mit dem BARF – Fütterungsplan für Hund und Katze einen auf sein Tier individualisierten Fütterungsplan erstellen. Funktionen wie ein Tagesplan, Wochenplan sowie eine Gesamtfütterungsübersicht unterstützen den Tierhalter bei der Fütterung und sorgen für einen allgemeinen Überblick.
Aus medizinischer Sicht ist das BARFen umstritten, da Mangelerscheinungen auftreten und auch Krankheiten an das Tier und sogar auf den Menschen (Zoonosen) übertragen werden können. Hält man sich aber an ein paar Regeln, wie z.B. das Einfrieren von Rohfleisch vor der Verfütterung so sind die Risiken überschaubar.

PETyouCARE – das intelligente Tiertagebuch

Mit PETyouCARE erhältst Du ein intelligentes Tagebuch für Deinen Liebling. Mit der App kannst Du wichtige Momente Deines Tieres erfassen und gesundheitsrelevante Daten wie Spaziergänge, Tierarztbesuche, Impfungen und Impftermine oder einfach nur das Fressverhalten dokumentieren.

petyoucareTeile diese Informationen mit den übrigen Familienmitgliedern oder füge weitere betreuende Personen dem Tierprofil hinzu. Dank Push-Nachrichten bist Du jederzeit bestens über Deinen vierbeinigen Freund informiert und erfährst wenn gerade ein anderes Familienmitglied oder der Tiersitter mit dem Tier spazieren geht, mit ihm spielt oder es füttert. PETyouCARE ist sowohl für iOS als auch Android erhätlich.
www.petyoucare.de

Schaue Dir die hier vorgestellten Angebote doch einfach mal an, und sende uns Dein Feedback und weitere Vorschläge intelligenter Lösungen, die für das Zusammenleben zwischen uns und unseren Schützlingen von Nutzen sind, zu.

Mit jedem Download über die hier angegebenen Links unterstützt Du zudem Tierheimhelden.de. Wir wünschen Dir und Deinen Lieblingen viel Spaß beim Ausprobieren!

Dein Tierheimhelden – Team

Quelle Bilder: iTunes

Der eigene Hund trotz Berufstätigkeit – ein Organisationsaufwand, der sich absolut lohnt

„Ein Leben ohne Hund ist Schund“- Drastisch formuliert, aber oft das Empfinden, wenn man mit Hund aufgewachsen ist und irgendwann der Familienhund nicht mehr ist. Aber was tun, wenn man erwachsen und wie der Partner voll berufstätig ist? Ich wurde Wochenend-Gassigeher beim Münchner Tierheim und sehr schnell feste Hundepatin, genau wie mein Freund, und die Wochenenden standen immer unterm Hundestern. Wir hätten gerne jeden unserer Patenhunde adoptiert, aber unsere Lebensumstände wären leider keinem dieser Hunde gerecht geworden-dabei wurde die Sehnsucht nach einem eigenem Hund immer grösser.

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Wir trafen Vorbereitungen; Vermietererlaubnis einholen, Hundehaftpflicht in die Wege leiten und das allerwichtigste: einen zuverlässigen Gassigeher suchen. Oft wird Tierheimen ja vorgeworfen, dass es als arbeitender Mensch nahezu unmöglich ist, einen Hund zu adoptieren. Beim Münchner Tierheim ein unberechtigter Vorwurf, dort gilt das Credo „Es muss halt passen“. Und passen würden wir zu einem ruhigen Hund, der nicht ständig bespaßt werden muss, einige Zeit alleine bleiben kann und den der Gassigeher problemlos aus der Wohnung abholen kann. Wir hatten Glück, nach knapp zwei Jahren Wochenend-Gassigehen, kurz nachdem unser vierter Patenhund ein Zuhause gefunden hatte und nahezu zeitgleich mit dem Fund einer zuverlässigen Gassigeherin, sagten uns die Tierpflegerinnen: „Ihr solltet die Kara kennenlernen!“

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Eine Woche später zog Kara ein- und es funktionierte! Morgens eine große Runde mit ihr durch den Riemer Park, dann machten wir uns auf zur Arbeit, Mittags kam die Gassigeherin, führte Kara aus und wieder zurück und abends gingen wieder wir ihr auf Tour. Wir lernten eine andere Hundefreundin kennen und fortan ging ich morgens mit zwei Hunden los und Kara kam am Nachmittag zu einem zusätzlichen Spaziergang mit ihrem Hundekumpel.

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Dann kam die berufliche Veränderung, ein Umzug nach Aachen stand an-und mit ihm die Sorgen: Werden wir wieder so eine perfekte Betreuungslösung finden und eine Wohnung, in der Hundehaltung erlaubt ist? Der Hund lässt Prioritäten setzen: Ich schaute erst nach potentiellen Gassigehern und dann nach Wohnungen in deren Umgebung…

Wohnungssuche mit Hund ist ernüchternd. Ein Grossteil der Wohnungen fällt weg, da Tierhaltung unerwünscht ist. Wenns in der Anzeige nicht steht, der Telefonanruf: „Oh, Akademiker, doppeltes Einkommen, keine Kinder, sehr schön- was, ein Hund?! Nein, lieber nicht!“ So ging es sehr oft, bis eine Vermieterin direkt anfing, von ihrem Hund zu erzählen. Die Wohnung (mit großem Garten!) wurde es dann auch direkt und das Beste war: Auch die Nachbarn nebst Nachbarshund waren bei der Wohnungsbesichtigung direkt von Kara angetan und eine neue Betreuungslösung war da.

Jetzt ist Kara ab Mittag bei der netten Nachbarin, geht mit Gassi und verbringt den Nachmittag in Haus und Garten mit ihrem neuen Hundekumpel, welcher durch sie mit 14 Jahren einen Art zweiten Frühling erlebt.

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Natürlich kostet das alles Zeit und Geld. Spontan nach der Arbeit mit den Kollegen noch was trinken gehen, wird schwierig und die Nachbarin bekommt zehn Euro pro Tag, aber; das ist es uns allemal wert, unser Leben mit einem Hund teilen zu können und ihn zufrieden und gut versorgt zu wissen. Einmal die Woche kommt Kara mit ins Büro, wir spazieren über die Felder zur Arbeit, Mittags geht’s in den angrenzenden Park, abends wieder zurück und zwischendurch döst sie unterm Schreibtisch-unterbrochen von Büronachbarn, die ihr Maskottchen kuscheln möchten.

Klar, das funktioniert alles nur mit einem unkomplizierten und ruhigem Hund und so einen findet man vielleicht nicht auf Anhieb im Tierheim. Aber das Warten lohnt sich und sowohl der organisatorische als auch der finanzielle Aufwand, welcher mit der Kombi Berufstätigkeit und Hund verbunden ist, macht sich tausendfach bezahlt, denn man weiß ja bereits für sich „Ein Leben ohne Hund wäre Schund!“